Prag Teil 5 - Tag 4
[DONNERSTAG]
Man kann das "Kulturprogramm" des heutigen Tages eigentlich ganz gut folgendermaßen zusammenfassen: Hradschin, Laufen,
Im Zuge unserer Hradschin-Führung, die Herr M. aufopferungsvoll für uns gemacht hat (und so langatmig... Ich bin kaum hinterhergekommen...) besuchten wir auch dieses große Gebäude, in dem der tschechische Ministerpräsident präsidiert. Und in dieser Sankt-Veits-Kathedrale waren wir auch. Da ist dieses herrliche Bild entstanden
(Also das mit dem Licht gelingt mir wirklich immer besser). Und dann war diese Veranstaltung auch schon fast zu Ende. Nur noch ein bisschen durch die Gegend rennen, bis vor das Goldene Gässchen, auf das ich persönlich allerdings keinen Bock hatte, weshalb ich mit I. zu Fuß (!) vom Hradschin (!) zur Karlsbrücke (!) gegangen bin. Lustig wie ich drauf bin, hab ich dabei Fotos gemacht, die beinahe jeder Beschreibung trotzen, aber geradezu vor Schönheit strotzen. Ich bin natürlich mit I. nicht einfach nur zur Karlsbrücke gegangen, nein, wir sind überdies durch die andere Seite (also auf der Seite, auf der wir nicht so häufig waren; auf der Seite, auf der auch der Hradschin liegt) gelaufen, haben dabei Botschaften gesehen und Botschaften gegenüber von Botschaften und eine ganze Mauer voller Botschaften. Bei dieser Mauer handelte es sich mitnichten um irgendeine Mauer, sondern um eine besondere Mauer, deren Besonderheit ich mir zwar selbst nicht so ganz erklären kann, aber ich habe mir sagen lassen, dass die Mauer wohl was mit John Lennon zu tun hat. Und neuerdings auch mit L. und S., die nämlich beide für ihre Freunde (boyfriends) in Deutschland ein ganz besonderes Andenken mitbringen wollten. Wenn etwas Besonderes passiert, passiert das natürlich nicht ohne mich. Ich habe nämlich L. auf diese Mauer hingewiesen, und dass ich sie gefunden habe und schon waren wir auf der Suche nach einem wasserfesten Stift, der schnell gekauft war und dann unterwegs zu dieser Mauer zu dritt. Und ich (!) habe sie wiedergefunden. Jetzt finden sich auf dieser Mauer halt Grüße von L. und S. an ihre Freunde P. und T. Und ich hab das natürlich fotografiert, weil P. und T. nichts davon haben, wenn sie wissen, dass auf irgend so einer Mauer in Tschechien Grüße für sie stehen.Am Abend war ich dann unterwegs mit Genossin J., B., P., S., J. und mir. Wir sind relativ lang durch die Gegend gerannt auf der Suche nach einer gastronomischen Einrichtung mit anspruchsvoller Atmosphäre und Musik und so... Wir haben auch in der Tat eine gastronomische Einrichtung gefunden. Und eine anspruchsvolle Atmosphäre. Also die Atmosphäre erhob sehr viel Anspruch an uns, irgendwie toll zu sein. Und ein Kellner, der durch Höflichkeit und so überzeugte. Und ein Tempo hatte der drauf... Beachtlich. Aber eines muss ich sagen: Ich hätte nicht gedacht, dass ich für 83 Kronen so satt werden könnte. Man muss das nur so schlau machen wie ich: Man bestellt sich selbst ein Eis und ein Getränk und die anderen holen sich eine Pizza und ein Getränk und die Pizza is dann so groß, dass die anderen die gar nicht aufessen können. Und das ist dann der Punkt, an dem ich anfange, satt zu werden...
Am Abend - was erwartet man vom letzten Tag einer Klassen-/Studien-/Abschlussfahrt? Richtig! Fortführung des ausgedehnten Kulturprogrammes. Insbesondere Alkoholstudien und Experimente nach dem Motto "Wie viele Leute kriegt man mit so viel Alkohol in so kleinen Zimmern unter, bei so lauter Musik, dass irgendwann der Security-Mann mitfeiern wollte (Oder gab es einen anderen Grund für sein Erscheinen da?)?" Dieses Besäufnis betraf mich allerdings nicht, weil ich schließlich nicht unbedingt...
Herrjeh, ist es aber spät geworden. In beiderlei Hinsicht. Ich muss jetzt hier mal so ein bisschen Schluss machen, denn ich habe ja auch noch ein bisschen was vor. Ich hoffe, ich werde nicht gar so lange dafür brauchen, den letzten Tag auch noch hier zu verarbeiten...

Dann bin ich noch mit C4P allein über die Karlsbrücke geschlendert, wobei einige interessante Fotos entstanden. Dann waren wir in diesem tollen Kaffeeladen...
Dann fing irgendwann unsere Führung an, die über den Wenzelsplatz
zu Musik von Andrea B... diesem berühmten italienischen Sänger da... War ganz okay... Ein Gespräch mit Genossin A. davor hat mich direkt mal reichlich depressiv gestimmt, weshalb ich auch sehr empfänglich für das "Time to say goodbye" war.
esem Platz, dessen Name mir schon wieder entfallen ist. Auf jeden Fall ist der Platz groß und ganze 700 Meter lang und abfallend und da steht das, was man auf dem nebenstehenden Bild sehen kann. (Vorhin wusste ich noch, wie der Platz heißt!) Auf jeden Fall waren wir außerdem auf Nahrungssuche und überdies bestrebt, uns zumindest ein wenig Orientierung zu verschaffen. Im Anschluss an die Nahrungssuche kam der Rückweg zum Hotel, der urplötzlich an der Autobahn endete, welche wir aber (im Gegensatz zu anderen...) nicht zu überqueren suchten... Und Geld hab ich auch gewechselt... Viel zu viel, wie sich später herausstellte...