2006-11-30

Heimweg im Nebel und Bergab

Ja, als ich heute die Turnhalle verlassen habe, fand ich mich im Nebel wieder. Nett sah es zwar aus, aber irgendwie wollte keine rechte Stimmung aufkommen. Die Leute auf den Straßen haben gestört und auch die Autos. Außerdem meine Stimmung... Die war der semiromantischen Nebelatmosphäre absolut unangemessen, denn sie war so denkbar schlecht, dass es kaum mehr lustig war.
Und es ist ebenso kaum zu glauben, dass meine bodenlos negative Laune sich jetzt noch immer auf so einem grauselig hässlichen Niveau hält, dass mir meine schulische Umwelt von morgen jetzt schon Leid tut. Von den Leuten im ICQ möchte ich da noch gar nicht einmal reden.
Jedenfalls habe ich mich von meinem Vater mit dem Auto abholen lassen, denn es war unerträglich für mich, durch diesen herrlichen Nebel zu gehen, jedoch diese Stimmung nicht voll auskosten zu können. Irgendwie hat es mich innerlich zerfetzt.
Derzeit mag ich mich noch in einer gewissen Latenzphase befinden, in der meine Stimmung mir selbst gegenüber und außerhalb der Schule noch am allerschlimmsten ist. Die Vergangenheit hat allerdings gezeigt, dass es einer der nächsten Schritte ist, dass ich diese Depression wie ein Schild um den Hals trage...
Ich weiß, ich habe es mir zu einfach gemacht...

In tiefem Bedauern,

Beliar

2006-11-24

Beliar hat ein bekanntes Gesicht

Heute war ich in meinen beiden Freistunden im K-Town (ihr wisst schon) und habe mir da eine Hose und eine Strickjacke ausgesucht und mir zurücklegen lassen, sodass ich nach der siebenten Stunde mit der Maria wieder dahin gehen kann, die dann mit ihrer Zauberkarte dicke Rabatte für mich ergattert (Ich weiß, das klingt ein bisschen expropriativ, aber irgendwie muss man ja sehen, wo man sein Geld lässt!).
Als ich dann ungefähr 20 Minuten mit der Schnitzelwitwe auf Maria gewartet habe und wir ein bisschen organisiert haben, sind wir dann zu dritt zum K-Town und da direkt an die entsprechende Kasse, wo zwei junge Verkäuferinnen standen, wobei jene nicht dabei war, welche zuvor meine Sachen entgegengenommen hat. Ich sagte, dass ich mir was habe zurückhängen lassen und dass ich das jetzt gern hätte. "Die Kollegin kümmert sich", sagte die ältere der beiden Damen und die jüngere ist weggegangen. Dann kam sie wieder und fragte nach einem Namen.
Meine Antwort: "Nein, kein Name!"
Darauf meint die Schnitzelwitwe zu mir: "Wer ein bekanntes Gesicht hat, braucht keinen Namen."
Dann kommt irgendwie die Verkäuferin hinzu, die meine Sachen entgegengenommen hat und sagt: "Ich weiß Bescheid!" Holt meine Sachen und meint dann zu ihren Kolleginnen: "Das Gesicht kam mir doch gerade irgendwie bekannt vor..."

Wir mussten doch sehr lachen...
(Toll sehen die Sachen übrigens aus und noch mal ein Dankeschön an Maria!)

2006-11-22

Ein Tag, an dem nichts war

Ja, heute war der Beliar nicht in der Schule. Es ging ihm nicht gut. Diese Erkältung machte ihm doch noch ziemlich zu schaffen, weshalb er sich dazu entschied, am heutigen Tage der Schule fern zu bleiben und daheim auszuschlafen und seine Krankheit prophylaktisch auszukurieren, bevor er sie noch verschleppte. Langeweile allerdings kam nicht auf. In der Zeit, in der er nicht schlief, saß er an seinem Computer und tippte. Er tippte kurze Geschichten und tippte ein Schauspiel ab, aber das ist strengstens geheim, von daher gehen wir darauf mal nicht weiter ein.

Eine neue Schreibrichtung ist uns in den Sinn gekommen. Irgendetwas zischen direkt ansprechendem Lehrtext, Überlegungen vollkommener Handlungsbefreitheit. Ja, es hat keine Handlung. Es ist nur so, als würde der Leser oder eine zweite Person (neben dem Erzähler) in einen Monolog verwickelt. Darin zeigt der Berichtende dem anderen etwas, lehrt ihm etwas oder macht was auch immer was. (Wer sich für diese Schreibrichtung interessiert, der kann ja mal nach einem Beispiel fragen.)

Hat dieser Tag uns irgendwie weitergebracht? Nein, eigentlich nicht. Obwohl… Der Beliar hat sich ein Ziel gesetzt für das Jahresende. Aber er weiß noch nicht so recht, ob er es zu einem Versprechen umformen soll, weshalb es sich auch darüber zu schreiben nicht lohnt. Schon irgendwie eine komische Sache.

Auch gearbeitet haben wir, aber just in diesem Moment fällt uns ein, dass wir noch ein weiteres Passfoto zurechtschneiden müssen, damit wir endlich die Bewerbung absenden können. Von daher soll es an dieser Stelle wohl gewesen sein.

2006-11-21

Über das Schreiben im Sehen lernen und dadurch weiterkommen

Denkbar wenige Dinge gibt es, die mich wirklich inspirieren oder mich zum Schreiben wohl animieren, doch meine ich eine Sache gefunden zu haben, welche es durchaus vermag, in mir eine ungebrochene Lust und Motivation zum Schreiben zu wecken, wenn ich selbst es auch eher seltener vermag, diese regelrechte Schreibwut in irgendeiner produktiven Art und Weise umzusetzen.

Ich sah heute den Film Capote und mich berührte dieser Film doch irgendwo in meinem Inneren. Nicht nur, dass mir der Film selbst sehr gut gefallen hat, wie er aufgezogen ist, wie die Bilder auf den Zuschauer wirken, sondern auch die Thematik hat mich wieder mal gefesselt. Zuletzt erfuhr ich dieses Gefühl beim Film Die Wonder Boys, in dem es noch viel eher um das Schriftstellertum geht als in Capote.

Lernen kann man von diesen Filmen so viel, wenn man sich nur auf sie einlässt. Zum Beispiel habe ich bei Capote gelernt, dass es durchaus auch jahrelanger Recherche und Arbeit kosten darf, einen Roman zu schreiben, wenn man sich nur selbst nicht zu sehr unter Druck setzt. Bei Die Wonder Boys habe ich gelernt, dass man aufhören sollte, wenn man droht, sich in dem, was man schreibt, zu verlieren. Vermutlich kann ich es nicht so recht formulieren, von daher will ich es anhand des Filmes erklären:

Die Hauptperson des Filmes schreibt schon seit sehr langer Zeit an einem Buch, fühlt sich ein wenig bedrückt von der hohen Erwartungshaltung der Leute – denn sein erstes Werk war ein Millionenbestseller –, weshalb er wohl auch ständig kifft, doch bekommt eine seiner Schülerinnen sein Typoskript zu lesen und verschlingt es förmlich (was eine beträchtliche Leistung ist, denn es hat eine Seitenzahl im vierstelligen Bereich (einzeilig beschriebene Seiten) aufzuweisen) und bildet sich so ihre Meinung zum Buch und zum Urheber. Die Meinung lautet im englischen Original wie folgt:

It’s just that, you know, I was thinking about how, in class, you’re always telling us that writers make choices – at least the good ones.[…] But at times it’s , well, very detailed […] and I don’t know, maybe I’m wrong, but [sometimes it’s] like […] you didn’t make any choices at all.

{Es ist bloß so… Sie wissen schon… Im Unterricht sagen Sie uns immer, dass Schreiber Entscheidungen treffen – zumindest die guten. […] Aber manchmal ist es, na ja, sehr detailliert […] und ich weiß nicht, vielleicht liege ich falsch, aber manchmal kommt es mir so vor, als würden Sie nie Entscheidungen treffen.}

Die Pointe allerdings ist, dass ihm dann sein Typoskript durch die Gegend fliegt und er im Grunde genommen sein Werk, das in einem sehr langen Zeitraum entstanden ist, förmlich untergehen sieht und irgendwie nimmt er es ganz gelassen, wenn ich mich recht erinnere. Und das war auch der Punkt, wo ich mir gedacht habe, dass es besser ist, etwas zu begraben, bevor man zu lange an etwas arbeitet und sich hineinsteigert in etwas, ohne recht zu wissen, wo es enden soll. Diese Unwissenheit (um das Ende) ist Gift.

Stolz musste ich auch erkennen, dass meinem bereits etwas längere Zeit schlummernden Einzimmer eine solche Unwissenheit nicht innewohnt, denn ich hatte von Anfang an das Ziel vor Augen.

Sowohl das Ziel, als auch den Weg, den Anfang, die Methodik, was es werden soll. Und ich habe mir geschworen, dass ich Einzimmer beenden werde. Egal, zu welchem Zeitpunkt. Das habe ich mir zu Silvester letzten Jahres geschworen und ich bin nicht einer von denen, die mit sich selbst brechen, indem sie ihre selbst gegebenen Versprechen brechen.

Ich nicht…

2006-11-20

Beliars Agonie oder: Es war doch so schön

Leidend wälzt sich nunmehr jener Beliar in seinem Bett, welcher unlängst noch vor positiver Energie strotzend durch die Welt spazierte und bedingt in der Lage war, diese positive Energie auf andere einwirken zu lassen, wobei diese Energien sich nach und nach allmählich verloren, bis ein Standard-Niveau erreicht war, welches sich allerdings alsbald zu negativieren vermochte, als ein gewisses Maß an allgemeiner Enttäuschung im Beliar aufstieg, was eigentlich wider seine Natur ist, denn Beliars allgemeine Einstellung ist von einer solch geringen Erwartungshaltung an die Welt im Allgemeinen und jeden einzelnen Menschen im Besonderen geprägt, dass es niemals dazu hätte kommen können, dass eine solchartige Enttäuschung in ihm aufstiege. Nun allerdings vermengt sich die allgemeine Enttäuschung mit jenen negativ anmutenden Empfindungen, welche Beliar im Zuge seiner akuten Erkältung ereilen, was zu einer allseits für Beliar sowohl bekannten als auch markanten allgemeinen Einstellung, die ungerechtfertigterweise an die Umwelt hinausgetragen wird, was zu einer zunehmenden Unzufriedenheit und Hilflosigkeit jener Umwelt führt. Das Hauptproblem allerdings ist in Beliar selbst zu suchen und gar auf Anfrage zu finden, denn Beliar ist sich all dieser krankhaften Vorgänge wohl bewusst, was allerdings die Situation für alle Beteiligten nicht maßgeblich verbessert, für ihn selbst gar nicht einmal zu beeinflussen vermag. Es ist, als würde er sich selbst beim Sterben zusehen und nichts dagegen unternehmen, denn er fühlt sich selbst machtlos, erkennt in jener Stimmungsveränderung eine Art Fügung und sieht auch keine Möglichkeit, verändernd einzugreifen, was allgemein dazu führt, dass Beliar erkennt, dass er sich wieder in etwas hineinsteigert, nicht aber in der Lage ist, etwas dagegen zu unternehmen, denn letztendlich gefällt ihm, worauf alles hinausläuft. Nicht, dass er im Moment des Absturzes den Absturz selbst genösse, nein es ist vielmehr so, dass Beliar reflektiv die auf den Absturz folgende Situation und Zeit so betrachtet, dass sie ihm etwas Positives gebracht hat, nämlich eine gewisse innere Ruhe, wenn auch nicht Zufriedenheit. So sieht es aus in Beliars Innerem, wenn sich alles wieder einem kritischen Punkt oder gar einer kritischen Phase nähert. Und an all dem kann auch eine hervorragend-herrliche Phase, die der Situation vorausging, nichts ändern, denn sie scheint beinahe wie vergessen oder wie auch immer, jedenfalls vermögen es diese schönen Augenblicke in Beliars Leben nicht, ihn umzustimmen, ihn seiner eigentlich eher freudigen Natur zuzuführen...

2006-11-19

Richtlinien für meinen höchsteigenen Blog (überarbeitet)

Wir erinnern uns noch mal kurz an die Anfänge dieses Blogs und denken an die Richtlinien für meinen höchsteigenen Blog. Das waren schon ein paar feine Sachen... Ich habe mir allerdings so meine Gedanken gemacht und mir überlegt, dass diese Richtlinien vor allem für meine Leserschaft etwas belastend sein könnten... Von daher gibt es hier eine Neuauflage meiner Richtlinien für meinen höchsteigenen Blog:
  • Ich werde fürderhin - im Gegensatz zu früher - keine Rücksicht auf die Anonymität der Personen, über die ich berichte, nehmen, außer es dient einem höheren künstlerischen oder geheimniskrämerischen Interesse.
  • Nach wie vor bin ich Beliar und möchte, dass ich auch so in Kommentaren angesprochen werde. Bei Zuwiderhandlung werde ich eine Neuauflage des abgegebenen - regelwidrigen - Kommentares in redigierter Form freigeben, diese Neuauflage als eine solche kennzeichnen und den regelwidrigen Kommentar löschen.
  • Noch immer ist jeder chronisch Kommentierende dazu angehalten, sich einen Nicknamen auszusuchen, den er im Falle eines späteren Kommentierens wieder benutzt.
  • Sollten mir Kommentare nicht oder nur minimal sinnvoll oder grenzwertig offtopic erscheinen, so behalte ich mir vor, sie ersatzlos zu löschen.
  • Kommentarspamming ist noch immer w!
Unterzeichnender Blogführer:
Beliar
P.S.: Ihr müsst jetzt nicht die alten Richtlinien für meinen höchsteigenen Blog rauskramen, denn ein Vergleich lohnt nicht recht! Unterschiede zu früher: Ich schreibe nun anderer Leute Namen aus! Das hätte man auch einfacher sagen können, aber ich wollte es nun mal nicht einfacher! So kennt man mich...

Musikalisch abwechslungsreich, jedoch jenseits von Gut und Böse

Ich habe mich in der Tat soeben dabei ertappt, wie ich zu den Klängen von Jem ("They") Musik von The Prodigy gesucht habe.
Bei genauerer Betrachtung erweisen diese beiden Interpreten sich als ziemlich unterschiedlich, wenn man es sich genauer überlegt, haben sie nichts miteinander gemein, wenn man davon absieht, dass beide auf ihre Art und Weise Musik machen.
Verrückt eigentlich.
Wie gespalten kann ein Mensch eigentlich sein?
Aber mein Musikgeschmack ist ohnehin sehr abwechslungsreich. Ganz und gar ohne nähere Betrachtung.
Kleiner Einblick in die aktuelle Playlist seiner selbst gefällig?
Hier:

Thomas Newman - Six Feet Under (Photek Remix)
Pendulum - Slam
Mahala Raï Banda - Mahalageasca (Felix B Jaxxhse Dubb)
Jem - They
All Saints - Rock Steady (MSTRKRFT Edition)
Razorlight - America
Madonna - Jump (Jayito Forbidden Love Extension)
Phoenix - Everything is Everything
Jem - Amazing Life
Metric - Monster Hospital (MSTRKRFT remix)
Justin Timberlake feat. T.I. - My Love

Schockiert genug? Wenig genug gekannt? Macht nichts! Hätte mich auch sehr gewundert, wenn irgendwer auch nur die Hälfte davon kennen würde.
Das wollte ich euch bloß zeigen.
Ich war ja selbst ein wenig überrascht von mir...

2006-11-17

Jetzt also. Nach Leipzig

(Dieser Titel ist in Anlehnung an des korrespondierenden Blogeintrages Titel zu verstehen. Demzufolge müsste das "Nach" eher kursiv geschrieben sein. Zuvor jedoch meinte ich das "nach" im Sinne von "nach Leipzig hin", wohingegen ich es jetzt eher im Sinne von "Nun, nachdem Leipzig war..." meine... Ja.)

Alles verlief ganz problemfrei. Ich habe mir hier eine Fahrkarte bei einem Azubi in dem ReiseDings gekauft und bin dann auch direkt zum Gleis, wo ich noch rund zehn Minuten zu warten hatte. Ein paar nervige Mädels aus der elften Klasse unserer Schule waren auch da und hinzu stieß der P. aus unserem Jahrgang, welcher aber wohl irgendwas mit einer von denen am Laufen hat. Ist ja auch egal. Auf jeden Fall verlief die Fahrt auch ganz problemfrei und kurz vor der Ankunft in Leipzig bekam ich eine SMS, dass der Stef sich wohl geringfügig verspäten werde... Konnt ich mit leben. In Leipzig hab ich mich von daher an ein Geländer gegenüber des Gleises gestellt und da habe ich dann ganz geduldig gewartet.
Nach Stefs Ankunft sind wir ein bisschen durch die Stadt gerannt, auf der Suche nach einer Bank, bei der ich Geld abheben konnte. Nachdem wir jemanden gefragt haben, fanden wir die Bank auch und ich habe mich mit dem nötigen Kleingeld versehen und dann waren wir auch schon unterwegs zu einem Café... Dann haben wir auch irgendwann eins gefunden ("Luise", wo sich nach Stefs Meinung bisweilen prominente Persönlichkeiten herumtreiben...) und setzten uns hinein und mussten feststellen, dass wir wohl beide ähnlich entscheidungsfreudig sind, was Speisekarten und dergleichen angeht.
Ich habe mich spontan für ein Eis und einen Kakao entschieden... Als wir so dasaßen und aßen und ins Gespräch vertieft waren, betraten drei Herren - einer von ihnen hielt eine große Kamera in der Hand - das Café und setzten sich da halt auch irgendwo hin. Ich äußerte den Verdacht, dass der eine ja schon eine gewisse Ähnlichkeit mit Steven Spielberg hat. Stef war sich unsicher. Nach einer Weile entschieden wir uns, dass er mal dringend wen anrufen muss, um das Lokal zu verlassen und dann noch mal an dem Tisch vorbeizugehen. Es war nicht Steven Spielberg. Wäre ja auch zu komisch. Aber ein Schauspieler, der schon mal früher bei GZSZ mitgespielt hat saß da und vertiefte sich in ein Skript...
Dann sind wir irgendwie weiter durch die Stadt geirrt auf der Suche nach einem Laden, wo es zum Beispiel mal CDs von Gabriel Burns gibt. Im Hugendubel jedenfalls gab es keine, aber dann waren wir bei Karstadt und da konnte man mir helfen. Schön. Ich habe mir direkt mal die beiden neuen Folgen gekauft. (Die sind übrigens auch der Grund dafür, dass ich mich hier nicht in aller Ausführlichkeit ergehe, denn ich will die heute noch hören!)
Dann... <grübel> sind wir irgendwie in einem anderen Laden gelandet, der irgendwie auf den ersten Blick etwas komisch war: Man kommt rein und irgendwie sieht es aus, als hätte man die Tische und Stühle vergessen. Aber in einer großen Nische (Antithetik?) fanden wir Platz an einem Tisch...
Dass wir uns während all diesem die ganze Zeit eigentlich unterhalten haben, das sollte klar sein und bedarf eigentlich keiner weiteren Erläuterung oder Ausführung.
Auch hier habe ich eine neue alkoholische Erfahrung gemacht: Martini. Man lernt nie aus.
Na ja... Auch, wenn ich sagte, ich hätte keine Erwartungen oder so im Voraus gehabt, so muss ich doch zugeben, dass ich ein bisschen Angst hatte, wir würden uns nicht verstehen. Aber so im Nachhinein betrachtet muss ich doch sagen, dass diese Angst völlig unbegründet ist und eigentlich auch ziemlich albern.
Resümee: Toll wars. Werden wir bei nächster Gelegenheit wiederholen. Ich freu mich drauf.

Und jetzt verschwinde ich in mein Übergangszimmer und höre Gabriel Burns. Ein Tag voller Highlights wird das wohl im Endeffekt mal gewesen sein.

Eigentlich möchte ich auch noch kurz diese Sache im Zug erwähnen... Ich hatte die Befürchtung, ich hätte meine Haltestelle verpasst und müsste mich von meinem Vater irgendwo abholen lasen. Ich war einem Herzinfarkt mal wieder verdächtig nahe, habe mir aber nichts anmerken lassen. Ganz cool hab ich dagesessen und darauf gewartet, dass letztendlich doch noch Hier angesagt wurde. Erleichtertes Aufatmen...

Gute Nacht!
Jetzt aber wirklich!

Heute also nach Leipzig

Heute also werde ich den Stef kennen lernen...
Ich fahre nach Leipzig und man trifft sich und geht was trinken oder so...
Minimal aufgeregt bin ich... Wie immer irgendwie.
Keine Erwartungen, keine Angst, vollkommene Emotionslosigkeit, nicht einmal gar zu große Freude...
Vermutlich werde ich heute Abend hier eine kleine Berichterstattung liefern...
Vielleicht...

Mein Zug fährt 11.14 Uhr von hier ab und kommt 11.58 in LE an. Mal schauen, was der Tag so bringt. Ich jedenfalls bin total motiviert. Wenigstens das.

Beliar

2006-11-16

Kafka gegen Arbeit

Während ich eigentlich hier sitzen und arbeiten sollte, vertreibe ich mir die Zeit mit verschiedenen anderen Dingen, die im Wesentlichen nichts mit meiner Arbeit zu tun haben. So lese ich Franz Kafka auf meinem Computer und wünschte, ich könnte davon ablassen, doch sowie ich mich in kurze Textstellen aus Oktavheften und Fragmenten hineinlese, erkenne ich eine gewisse Sucht, will mehr lesen und mehr lernen, will tiefer versinken in dieser Welt dieses Mannes, muss mir selbst dabei immer wieder eingestehen, dass jener wusste, wovon er schrieb. Und immer wieder sage ich mir, dass dies nichts mit meiner Arbeit zu tun hat und dass ich lieber weiterarbeiten soll, doch ist mein Interesse zu diesem Zeitpunkt bereits so groß, dass ich mich nicht dagegen wehren kann. Immer wieder entdecke ich Kafka neu. Immer wieder lerne ich mehr über dieses grenzzerstörte Leben und die Emotionen und Gedanken, die dahinter standen. Ich habe das Gefühl, Kafka verstehen zu können, wenn ich mich auch nicht immer in seine Situation hineinversetzen kann.

2006-11-14

Progressiver kreativer Exitus

Unlängst ist mir aufgefallen, dass meine Kreativität vielleicht nicht unbedingt gänzlich eingeschlafen, wohl aber zumindest entschlummert ist. Dieser Umstand stimmt mich in gewisser Weise relativ traurig, denn ich meine mich erinnern zu können, dass ich früher einmal vor Kreativität strotzte und diese nicht nur in Form von gesprochenem Wort, sondern auch als geschriebenes oder gar gereimtes Wort, als Bild jeglicher Coleur oder auch als gestaltete Zimmertür auslebte. In Anbetracht dieser Tatsachen muss ich feststellen, dass bei mir wohl ein progressiver kreativer Exitus eingesetzt hat, dessen Ursache für mich allerdings nicht zu ergründen ist, obschon ich den einen oder anderen Verdacht habe, was für Gründe auch eine Rolle bei diesem Sachverhalt spielen...

Stellenausschreibung

Verehrte Leserschaft!
Beliar ist seit geraumer Zeit auf der mehr oder minder verzweifelten Suche nach Personen, die sich bereit erklären würden, mit ihm zusammen einen Blog zu führen! Da das Anschreiben einzelner Personen allerdings bislang immer eher wenig bis nicht erfolgreich war, wendet sich Beliar nun über seinen höchsteigenen Blog an die Öffentlichkeit, in der Hoffnung, hier jemanden zu finden, der zumindest ein wenig Interesse hegt...

Stellenbeschreibung
Bei dem von Beliar angestrebten zu führenden Blog handelt es sich um einen solchen, der eher ein feiner und ruhiger Blog ist. Es soll nicht um tagesaktuelles Geschehen, sondern vielmehr um philosophisch tendenzierte Sachverhalte gehen.

Co-Blogger-Profil
Gesucht werden also junge, talentierte Leute, die Interesse am Sinnieren haben, sich bestenfalls schon des öfteren über diesen oder jenen Sachverhalt Gedanken gemacht haben und ihre Erkenntnisse oder Fragestellungen gern der Welt kundtun wollen.

Anmerkung
Wenn ich hier von einem philosophisch tendenzierten Blog schreibe, so meine ich damit in erster Linie einen eher unpersönlichen Blog, in dem es mehr um die kleinen und großen Wunder im Alltag geht.

Auf zahlreiche Interessensbekundungen in Form von Kommentaren freut sich Beliar schon jetzt sehr; die weitere Kontaktaufnahme erfolgt dann über andere Wege.

2006-11-10

Schritt in die richtige Richtung

Nun ja...
Ich habe hier in letzter Zeit so viel w reingeschrieben, dass es eigentlich schon fast nicht mehr lustig ist. Vielleicht sollte ich mich ein bisschen in Zurückhaltung üben und wirklich mehr über das Leben und dieses ganze Drumrum schreiben. Oder über die Dinge, die in der Schule passieren. Dinge, die auch für einen relativ großen Teil meiner Leserschaft relevant sind.

Aber in der Schule passiert immer so unheimlich wenig, worüber es sich zu schreiben lohnt. Unser Schulleiter hatte heute ein Gespräch mit den Klassensprechern. Ich muss mich ja mal ein bisschen aufregen, denn unsere Klassensprecherin L. hat gemeint, dass unser werter Herr Schulleiter es wohl ziemlich eilig hatte und dass deshalb alles etwas kurz war.
Aber es hat sich herausgestellt, dass wohl unser neuer Hausmeister (oder was auch immer er ist, denn mittlerweile weiß man nicht mehr, was diese Leute, die bei uns so rumschwirren, so sind) sich persönlich angegriffen fühlt, wenn er Klos von Schnitten befreien muss.

Wenn jemand etwas weiß, worüber es sich für mich zu schreiben lohnt, das gegebenenfalls mit der Schule zu tun hat, dann kann man mich das ja wissen lassen... Vermutlich bin ich einfach nur abgestumpft...

2006-11-09

Entwendetes Straßenschild

Ja, ich muss schon zugeben, dass das reichlich albern klingt, aber ich habe heute ein entwendetes Straßenschild gesehen! Und wer mir jetzt mit irgendwelchen aufgegessenen Keksen kommt oder sonstigen Geschichten in der Art, der soll sich bitte selbst von dem entwendeten Straßenschild überzeugen!
Es ist nämlich nicht so, dass ich hier von Diebesgut rede, das sich irgendwo eingefunden hat um sich mir zu offenbaren, sondern ich spreche von einem doppelt entfernten Verkehrsschild...

Als ich heute ziemlich fertig vom Sportunterricht nach Hause ging begab es sich - wie eigentlich üblich - , dass ich durch diesen Park da gegangen bin... Es war dunkel, es war nass, ich war etwas genervt, weil ja schließlich die allgemeine Witterung und mein körperliches Unwohlsein nicht unbedingt die besten Umstände für einen grenznächtlichen Nachhauseweg sind.
Und wie ich so aus dem Wald auf eine Lichtung mit Wiese trat, warf ich einen Blick in Richtung links und da lag diese Sache.
Und zwar handelte es sich um diesen Betonsockel, der für gewöhnlich unter der Erde ist, und noch ein bisschen von der Stange, an der das eigentliche Schild befestigt ist.

Und das Ding habe ich halt so gesehen und da habe ich mir schon wieder gedacht, dass das eine Sache für meinen Blog wäre! "Ein entwendetes Straßenschild" Verrückt

2006-11-08

Vorbereitungen für einen großen Jahresrückblick

Tja... Der Beliar ist nicht untätig gewesen in den vergangenen paar Tagen, denn er hat sich Gedanken über einen großen Jahresrückblick für dieses Jahr gemacht.
Es sind jetzt einige E-Mails losgeschickt wurden, in denen ich dazu aufforderte, mir zu schreiben, was den einzelnen Leuten so das Jahr 2006 bedeutet haben wird. Ich werde mit den einzelnen Zuschriften dann ein Zuschriften-Casting veranstalten und die besten heraussuchen. Also will ich sozusagen diejenigen Zuschriften heraussuchen, die mir am besten gefallen haben. Mir ist besonders wichtig, dass es halt einen persönlichen Bezug zur jeweiligen Person hat oder, dass etwas Besonderes in der Welt geschehen ist oder was auch immer...
Diesen ganzen schönen 2006-Erinnerungen, die ich mir herausgesucht haben werde, werde ich einen ganzen Blogpost hier einräumen... Dazu kommen noch meine persönlichen Erinnerungen und Gedanken an 2006 und dann kann das neue Jahr anfangen!

2006-11-07

Gesundheit

        Meine Güte...
Mir ist heute mal aufgefallen, dass ich ja eigentlich zu einem Viertel fast gesund lebe! Ich meine... Ich gehe mittlerweile jeden Tag von meinem Zuhause zur Schule und am Nachmittag wieder von der Schule nach Hause und immer fein zu Fuß. Und dabei atme ich ja so Sachen wie frische Luft und so ein und meine Abwehrkräfte werden dadurch gestärkt und ich beuge sicherlich auch Winterdepressionen vor, weil da ja so Lichteinwirkung (die so früh am Morgen und noch dazu im Winter ja eigentlich nicht gegeben ist, was aber jetzt mal niemand verrät) da auch wichtig ist.
        Meine Güte...
Ich schreibe jetzt aber in einem komischen Deutsch. Das wird wohl daran liegen, dass ich mir vorhin einen kleinen Koffeinschock habe zukommen lassen, denn ich wollte mal eine kleine Arbeitsphase in meinen Tag einbauen. Ich bin gerade mal etwas total durch den Wind. Aber im positiven Sinne.
        Meine Güte...
Gerade wird mir bewusst, dass es vermutlich egal ist, ob ich gute Laune habe oder schlechte Laune, denn ich bin ohnehin meistens unerträglich.
        Meine Güte...
Wenn ich denn nun schon so gesund bin und immer fein von zu Hause zur Schule und von der Schule nach Hause zu Fuß gehe, dann sollte ich wohl auch mehr schlafen... Das ist durchaus eine Überlegung wert, denn dadurch besteht wohl Hoffnung darauf, diese fürchterlichen Augenringe wegzukriegen. Und das sollte ich wohl spätestens dann hinbekommen haben, wenn ich wirklich auf Kontaktlinsen umsteigen will, nächstes Jahr, denn meine Brille hat bislang meine Augenringe noch ganz gut kaschiert.
        Meine Güte...
Vielleicht sollte ich weniger nachdenken und mich mich viel öfter in irgendwelchen Taten ergehen... Ich denke eindeutig viel zu häufig über irgendwelche Dinge nach. Ich will mich an dieser Stelle nicht zu einem Spruch von wegen "Denken macht krank" hinreißen lassen, denn das würde eine Rechtfertigung für viele Leute da draußen sein, ihr ohnehin schon eingeschränktes Denkpotenzial nicht voll auszuschöpfen. Mir ist natürlich mehr als nur klar, dass das meine Blogleser nicht betrifft!
        Meine Güte...
Ist jetzt doch eine ganze Menge geworden... Hatte ich gar nicht beabsichtigt. Mist. Das wirft wieder so ein schlechtes Bild Licht auf mich. Na ja. Das passiert.
Ich verabschiede mich in die Nacht...

Beliar

2006-11-06

Leistungsanreize

Eine interessante Sache, die unsere Chemielehrerin da veranstaltet. Muss ich schon sagen. Es hat bislang noch kein Lehrer geschafft, irgendetwas von "pädagogischem Spielraum" zu erzählen und damit wirklich bei mir anzukommen. Frau G. hat es allerdings schon geschafft:
Es gab die Zensuren für die mündliche Mitarbeit und die Quartalsnoten. Sie hat meine Mitarbeitszensur angesagt und meinte, sie würde darauf gleich noch bei den Quartalsnoten eingehen und noch was dazu sagen. Fix hatte ich meinen Taschenrechner bei der Hand und habe die Zensur für die Belegarbeit mit 0,6 zu multiplizieren und die Mitarbeitszensur mit 0,3 und das beides zu addieren. 5,6 ist dabei rausgekommen. Dann hat es eine Weile gerattert in meinem Kopf und dann hab ich den absoluten Durchblick gehabt: "Die gibt mir fünf Punkte!", hab ich meiner Nachbarin gesagt und war ein bisschen enttäuscht.
Als ich allerdings die Begründung für diese fünf Punkte hörte und erfuhr, wie es denn weitergehen sollte, war ich nicht mehr so enttäuscht:
Der "pädagogische Spielraum" wird hier mal ausgenutzt und wenn ich denn Frau G. zeige, dass ich mich verbessere, dass ich mehr kann als ich leiste, dann erklärt sie sich bereit, großzügig aufzurunden, wenn ich zum Beispiel auf 6,2 stehe.
Und wenn das mal kein Leistungsanreiz ist...

Schade nur, dass Frau M. (ihres Zeichens unsere Geschichtslehrerin) von so was keine Ahnung hat. Mitarbeitsnoten sind bei ihr gleichzusetzen mit Sympathiespiegel und Punkte im zweistelligen Bereich bedeuten, dass sehr große Sympathie vorhanden ist, Punkte im einstelligen Bereich allerdings lassen einen vermuten, dass man für diese Frau einfach zu selbstständig ist und zu stark im geistigen Sinne ist...

2006-11-05

Endlich

Ja, jetzt endlich habe ich es doch einmal geschafft, der Frau von dem Verein, den ich mir als Entsendeorganisation ausgesucht habe, eine E-Mail zu schreiben, in der ich mich mit ein paar letzten Fragen an sie wende, bevor ich meine Bewerbung abschicke.
Außerdem habe ich ihr meine favorisierten Projekte in Schweden genannt.

Ich habe mir mal die Zeit genommen. Und es ist dieses Mal sicherlich nicht so eine fürchterlich kafkaeske Mail geworden wie das letzte Mal.

Ihr seht also, dass ich mich noch immer bemühe, nächstes Jahr nach Schweden zu kommen!

Zwischendurch



Danke.
Schön.

(Du weißt schon)


2006-11-03

Swedish Invasion in hier

Heute, als ich auf dem Weg von der Schule nach Hause war, überholte mich ein großes Auto mit schwedischem Kennzeichen.
Da bin ich mir zu 100% sicher, denn ich bin da ja ein bisschen sensiblisiert.
Und dann habe ich mir gedacht Das wäre aber verdammt lustig, wenn mir da heute noch mehr schwedische Autos begegnen. Das wäre ja mal total die Story für meinen Blog!
Und dann bin ich auch keinen Viertelkilometer weitergelaufen, da steht doch tatsächlich in der einen Straße da am Straßenrand ein weiteres Auto mit schwedischem Kennzeichen! Ich denke mir Das kann ich doch keinem erzählen! Das glaubt mir doch kein Mensch! Und es ist ja aber doch trotzdem so! Verrückt... Aber wahr!

Wollte ich bloß mal gesagt haben, denn... Diese Stadt hier ist ja jetzt mal nicht unbedingt so die Stadt, die einen Schweden dazu bewegen sollte, aus Schweden rauszugehen!

"Man kann ja heutzutage schon Bypässe legen..."

... so sagte die Schnitzelwitwe, mit der ich gerade in diesem Moment gerade diesen Blogpost schreibe, beziehungsweise formuliere.
Worum geht es hier? Es geht darum, dass ich heute schon wieder einmal beim Telefonieren (mit der Schnitzelwitwe) beinahe einen Herzinfarkt oder Anfall bekommen hätte. Es hat etwas mit Blogs zu tun. Und mit Leuten, die ich kenne. Und mit Leuten, welche die Gefahren eines Blogs nicht kennen. Oder unterschätzen.
Man gibt ja in einem solchen Blog so verdammt viel von sich preis, dass es schon fast nicht mehr lustig ist. Heute erst bin ich (zusammen mit der Schnitzelwitwe) auf den Blog einer uns zum Teil bekannten Person gestoßen. Ihren Namen möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht nennen und auch ihren Blogger-Decknamen nicht und die Adresse für ihren Blog gibt es schon gar nicht.
Was man da jedenfalls so zu lesen bekommt, macht die Welt nicht schöner. Aber spannender.
Um mal auf den Punkt zu kommen, was eigentlich nicht so meine Art ist, doch drängt mich die Schnitzelwitwe dazu, müssen wir hier jetzt mal fix was loswerden:
Bei unserer Blogrecherche haben wir herausgefunden, dass die aktuelle Liebschaft Schwärmerei von W. nämlich F. (in Wirklichkeit J. heißend und aus K. in D. an der E. in S.-A. kommend) ist. Und das ist ja alles ganz eklatant, weil wir (die Schnitzelwitwe und ich) ja Dinge über W. wissen, die F. nicht über W. weiß, wobei wir uns nicht sicher sind, wie F. darauf reagieren würde, zu erfahren, was die Schnitzelwitwe und ich über W. wissen... Und ich war eigentlich mal relativ gut mit F. befreundet, weshalb ja erst die ganze Misere zustande kommt...

Nun ist allerdings die große Frage:
Wie sollen wir uns denn nun verhalten?
  1. Wir unterrichten F.
  2. Wir machen W. klar, dass F. vermutlich nicht mit dem Wissen um das, was wir wissen, leben könnte.
  3. Wir warten ab, wie die Sache sich entwickelt, um gegebenenfalls zur Katastrophenprävention später einzugreifen.
  4. Wir suchen W. eine Alternative, was nicht so schwer sein sollte, weil W. nämlich relativ promiskuitiv ist.
Wir bitten darum, dass uns mit Rat und Tat (das heißt in unserem Falle: per Kommentar) zur Seite gestanden wird, sodass wir konkret wissen, wie wir uns in einer solchen Notfallsituation zu verhalten haben!

P.S.: Diese Angaben sind wie immer ohne Gewähr!

Havarie bei Beli

Nachdem ich nun seit einiger Zeit schon zwischen einem Tod durch spontanes Erfrieren oder einem Tod durch spontanes Ersticken schwankte, da die Heizung in meinem Zimmer nicht funktionierte, habe ich heute meinen Vater freundlich darauf angesprochen und ihm deutlich gemacht, dass es ja schon sehr wichtig ist, dass meine Heizung funktioniert, gerade jetzt, wo es doch wieder so verflucht kalt wird.
Hilfsbereit wie mein Vater ist, hat er sich natürlich daran gemacht, das Problem zu suchen und das hat er dann auch gefunden, nachdem wir klargestellt haben, dass die Heizkörper nicht entlüftet werden müssen. Er hat die Zentralheizung ausgeschaltet und alle Heizungen im Hause zugedreht, sodass eigentlich kein Druck mehr auf meinem Heizkörper sein sollte. Zumindest nicht so viel. Dann hat er so ein komisches Dings da an meinem Heizungsrohr über der Tür aufgeschraubt und da kam dann so ein bisschen Wasser raus. Und das haben wir auch fein brav die ganze Zeit aufgefangen, denn wir wollen ja keine Sauerei in meinem Zimmer.
Allerdings begab es sich dann, dass wir feststellen konnten, dass dieses Dings, das mein Vater abgeschraubt hatte, wohl offensichtlich heute Unabhängigkeitstag hatte, weshalb es sich spontan vom Rohr entfernte, herunterfiel und ein kontrolliertes Wasserlassen eine kontrollierte Wasserabgabge nicht weiter ermöglichte.
Ich kam dann in den Genuss einer Fontäne von schwarzem, schlammigen Dreckwasser aus meinem Heizungsrohr. Mein Vater konnte dies nicht genießen, da jenes Dreckwasser ihm die Sicht raubte und sich gemächlich auf meinen Teppichboden ergoss.
Nachdem ich dann meinem Vater das komische Irgendwas gereicht habe, dass ich ihm reichen sollte, wenn er es mir sagte, er es aufgeschraubt hatte und wir beide noch relativ geschockt waren, gab ich ihm einen Fetzen Küchenrolle, mit dem er sich die Augen reinigen konnte.
An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass ein unverhältnismäßig großer Druck in den Leitungen geherrscht haben muss, was deutlich wird, wenn man sich vor Augen führt, dass jenes Rohr, an dem mein Vater herumgeschraubt hat, der höchste Punkt unseres Hausheizungssystemes ist... Zur Veranschaulichung habe ich ein paar Bilder angefertigt.
Wir sehen zum einen den Grundriss meines Zimmers mit eingezeichneten Reichweiten der Schlammfontäne. Rot eingezeichnet ist das unmittelbare Havariegebiet, das blaue Kreuz bezeichnet die Stelle des Rohres. Die orangen Pfeile sollen die Reichweite einzelner Spritzer der Fontäne verdeutlichen...Die Spuren der Fontäne
Havariereport

2006-11-01

Beliars Bereitschaftsdienst (11/2006)

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