Mein persönlicher großer Jahresrückblick 2006
Hier ist also Beliars persönlicher Jahresrückblick 2006. Hier wird sich zeigen, was sich alles für ihn im Jahr 2006 zugetragen hat. Schön nach Quartalen geordnet, wo dann allerdings die Ordnung auch schon aufhört.
Es ist an der Zeit, dass wir zurückblicken…
I
In diesem Quartal ereignete sich nicht sonderlich viel. Ich habe Geburtstag gehabt, bin 17 geworden (und habe mich dennoch sooo alt gefühlt), habe einen Füllfederhalter von meiner lieben Schwester geschenkt bekommen und das wars im Grunde genommen auch schon. Na ja. Da war noch diese Interpretation, bei der ich mir keine Mühe gegeben habe, unter die mir meine Deutschlehrerin Folgendes geschrieben hat: „Die Kritik ist berechtigt, doch leider sehr unsachlich und Ausdruck einer unreifen Überheblichkeit.“ Hätte ich fast vergessen, wenn mich da nicht die Clara dran erinnert hätte.
II
Dieses Quartal war dann doch schon etwas spektakulärer. Ich habe meinen ersten Abiball miterlebt und habe dabei ein bisschen Geld verdient. Zwar nicht viel, aber zufriedenstellend dafür, dass ich wer weiß wie viele Stunden durch eine riesige Halle gerannt bin, wichtig war und fotografiert habe, was mir gerade so vor die Linse kam, dabei rundum versorgt wurde und einen tollen Abend hatte. Einen langen tollen Abend. Das war am ersten April, wenn ich mich recht erinnere. Zuvor hatte aber auch noch die Juliane ihren Geburtstag gefeiert. Da war ich auch anwesend. Ebenfalls mit meiner Digitalkamera.
Eine Sache, bei der ich meine Digitalkamera nicht dabei hatte, war die Bio-Exkursion nach Wiesenburg, von der ich erstaunlicherweise einen mittleren Sonnenbrand auf den Armen und einen grenzmittleren Sonnenbrand im Nacken, sowie schlechte Laune und mich selbst wieder mit nach Hause brachte. Irgendwie war dieser Abend komisch. Aileen hatte da diese Sache mit ihrem Rücken und musste abgeholt werden und irgendwie war alles scheiße für mich.
Einen kurzen Tag habe ich – ich glaube, es war am 1. Juni – in Bremen verbracht.
Dann war da noch dieser 16. März, an dem ich totsterbenskrank zur Buchmesse gefahren bin, um meinen werten Herrn Verleger am ersten Tag bescheuerte Fragen zu stellen… Studienaufgaben. Was will man machen? Und dann konnte ich noch nicht mal mit auswerten, weil ich die Folgezeit zu Hause und überwiegend im Bett verbrachte. Auch wenn es ekelig ist, will ich hier nicht vorenthalten, was ich alles hatte: Halsschmerzen, 40 Grad Fieber, Ganzkörperschmerz und eine Nase, die dazu neigte, immer nach dem Aufwachen zu bluten, als ob es kein Morgen gäbe. Eine Woche habe ich zu Hause verbracht und mich mit Antibiotika vollgestopft. Und ich habe gedacht, mit ein paar Paracetamol hat sich das ganz schnell wieder… Nicht gar so viel Glück hatte unser lieber Hund, den wir im April haben einschläfern lassen müssen. Nach 13 Jahren und nun mit einer einseitigen Lungenentzündung und ohnehin nach langer Krankheit… Es war besser für alle Beteiligten.
III
Noch mehr ist in diesem dritten Quartal passiert. Ich war zum Beispiel auf dem Weißen Fest, wo ich fleißig fotografiert habe, ebenso wie auf Kathrins Geburtstagsfeier, wo ich so nüchtern nach Hause gegangen bin, wie seit dem Abiball nicht mehr. Das allerdings ist kein negatives Zeichen! Unterwegs dann eine Unterhaltung mit dem Benno, der eigentlich fast drei oder vier Stunden auf dem Klo verbracht hat. Dann ist Sven irgendwann dazu gekommen und wir haben uns über Musik unterhalten. Benno hat irgendwann danach gesagt, dass ihm noch immer der Schädel dröhnte, von den vielen Bandnamen und diesem ganzen Gerede über Musik, das da so zwischen Sven und mir abging. Ich fand es allerdings ziemlich lustig. Oha. Regine hat auch ihren achtzehnten Geburtstag gefeiert. Ich glaube, ich würde diese Party jetzt als grenzpsychedelisch bezeichnen wollen. Meine Güte. Ein Meilenstein auf dem Weg zu dem Entschluss, dass ich meinen achtzehnten Geburtstag nicht feiern will.
Noch etwas Riesiges ist geschehen! Ich habe sechs (in Ziffern: 6) Stunden mit der Clara telefoniert! Und am Tag darauf sind wir zusammen nach Berlin gefahren. Sie zu ihrem Praktikum bei X-Filme und ich zu meinem ersten Treffen mit Julie!
Oha… Es ist so verdammt viel passiert… Zum Beispiel haben wir schnelles und modernes Internet bekommen und eine Telefonflatrate und ich habe mal wieder ein Praktikum gemacht und eine hammertolle Beurteilung bekommen (nach einiger Zeit des Wartens… War es noch in diesem Quartal? Ja!). Und dann haben wir uns Balu angeschafft, was ich an dieser Stelle unkommentiert lassen will.
Wir hatten eine Projektwoche, die mit mir im Organisationsteam stattfand! Während Marei, Kathrin und Juliane eher die planerische Hauptarbeit tätigten, war ich dann eher für die Unterhaltung und die technischen Sachen zuständig. Sophie glänzte durch… war sie überhaupt da? Ja, genau… Sie war da. Und auch nur da ist uns aufgefallen, dass es ohne sie besser war. Zum Organisationsteam gehörten außerdem Tobi, der den Fundus betreute und dort bisweilen Gothic (1) spielte, und Felix, der allerdings überhaupt nie da war, weil er wohl irgendeinen unangenehmen Unfall hatte. Herr K., seines Zeichens oberster Betreuer des Organisationsteams, konnte durch unentschuldigte Abwesenheit und auffällig zuverlässiges Zu-Spät-Kommen überzeugen und schuldet uns noch immer ein Eis (!!!). Außerdem musste ich erkennen, dass wohl unter allen Lateinlehrern an unserer Schule Frau M. noch die vernünftigste ist, denn sie hat mich doch ein paar Male überraschen können mit dem, was sie so gesagt hat. Das Cover des Programmheftes für den Präsentationstag ist diesmal von Juliane und mir gestaltet worden. Sie hat die Welt und ich das Flugzeug beigesteuert. Irgendwie ein aufregendes Gefühl. Erleichterte Ernüchterung überfiel uns vermutlich alle, als keiner uns auf eine Bühne rief um uns Danke zu sagen. Den Anfang des Präsentationstages habe ich ohnehin total verpasst, weil ich im Büro von Frau K. saß und die Fragebögen für die Projektwochen-Reflexion vorzubereiten. Ja… Das zur Projektwoche.
Daran schloss sich ja auch irgendwie das SESS an, wo ich auch mit Digitalkamera am Start war.
Mein Blog ist zur Welt gekommen! Halleluja! Und kurz darauf fand unsere Studienfahrt nach Prag statt, von der ich jetzt mit Sicherheit sagen kann, dass sie vollkommen sinnlos als Studienfahrt war. Auch als Klassenfahrt war sie minder effektiv. Es war halt einfach noch mal ein kleines bisschen Erlebnis… Und Gelegenheit zur Versöhnung… Und Gelegenheit, um festzustellen, dass da Leute sind, mit denen man zwar nichts zu tun hat, sich aber dennoch gut mit ihnen versteht!
Dann habe ich mir irgendwann wieder ICQ zugelegt und ab dann ging es eigentlich nur noch abwärts mit meinen Mails… Ich freue mich mittlerweile, wenn ich Mails von meinem Blog bekomme, dass mir jemand was kommentiert hat. Traurig eigentlich.
Oh. Und dann war ich ja noch für zehn Tage als Mitarbeiter bei dieser Freizeit an der Ostsee. Schrecklich irgendwie, aber nicht abschreckend genug, als dass ich sagen würde, ich fahre nächstes Jahr nicht wieder mit. Und in Österreich war ich einen Tag!
IV
Hier gibt es wohl nicht gar so viel zu berichten. Ich war wieder in Berlin, habe mich wieder mit Julie und diesmal auch mit Marcel getroffen. Ein lustiger Tag war das irgendwie. Dann hat auch die Swantje irgendwann ihren Geburtstag gefeiert und ich habe diesmal keinen abgefüllt und betrunken gemacht, auch wenn ich wieder hinter der Bar stand. Und ich habe mich um die Musik gekümmert!
Meine Bewerbung für diese Sache da mit Schweden habe ich abgeschickt und ich habe Antwort bekommen und ich habe noch mehr da hingeschickt und jetzt warte ich auf eine Antwort.
Und ich habe einen klasse Tag mit Stef in Leipzig gehabt. Es war so verdammt klasse… Und wir hatten uns ja so unheimlich viel zu erzählen.
Dann hatte ich auch mal so eine unheimlich kreative Phase, in der wieder mal ein paar Texte entstanden sind. Auch mein Filmprojekt mit der – mittlerweile ja unberechtigterweise so heißenden – Clara hat sich auf meinen Wunsch hin etwas umgestaltet. Wir werden uns eines Theaterstückes von Henning Mankell annehmen, das ich auf Film umschreibe. Ich als Drehbuchautor, Regisseur, Kameramann, Best Boy und vermutlich auch noch Cateringtante. Entschuldigt bitte. Der derzeitige Stand der Dinge ist allerdings, dass das Umschreiben irgendwann nächstes Jahr in einem kreativen Meeting passiert.
Eike hat ihren Geburtstag gefeiert und davon berichtete ich ja hier auch. Bowling… Mal etwas anderes, aber gut war es. Und ich war überraschend gut.
Ach so: Der Winter sollte hier nicht unerwähnt bleiben. Ja, der Winter. Vielleicht traut er sich ja heraus, wenn ich ihn mal direkt anspreche… Winter! Ja, du! Ich will gefälligst im nächsten Jahr mindestens einen halben Meter Schnee am Heiligen Abend haben! Und wenn es nicht Hier ist, dann wenigstens da, wo ich im europäischen Ausland bin! … Bitte! Vielleicht ist das ja eindeutig genug. Und eindringlich.
Unseren alljährlichen silvesterlichen Theaterbesuch - dieses Jahr ohne meinen Vater - ließen wir diesmal an einer Tankstelle am Rande von Hier ausklingen, wo ich mir eine Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung kaufte, weil ich ja dieses Gutscheinheftchen habe. Und so eine Jahresrückblickszeitung ist immer gut. Dabei stoße ich gerade auf etwas…: „Langsam reicht's mit dem Internet“ - „elf gründe, warum das mit dem internet nur eine phase gewesen sein kann:“ - „7. großbuchstaben geraten ins soziale abseits“. Kinder, nehmt euch das mal zu Herzen!
Allgemein
Im Jahr 2006 allgemein ist mir auch so manches passiert. Zum Beispiel habe ich – vor allem zu Beginn des Jahres – an meinem Schreibprojekt Einzimmer weitergearbeitet und nicht einen Moment daran gedacht, die ganze Sache einfach hinzuschmeißen, denn ich habe mir ja ein Versprechen gegeben! Dennoch hat meine künstlerisch-kreative Tätigkeit im Verlaufe des Jahres immer mehr abgenommen, doch muss ich sagen, dass zum Jahresende noch mal ein Kreativitätsschub kam.
Dann ist dieser Schnitzelwitwenkrimi gescheitert, aber dafür halt durch diese andere Sache ersetzt worden.
Ich habe so manche neue Freunde gewonnen und habe auch viel fürs Leben gelernt.
Ich – als einer der seltenen Menschen, die sich noch legal Tonträger erwerben – habe mir drei Alben gekauft: Weit weg von Clueso ist mir dabei noch das liebste, dicht gefolgt von Inside in/Inside out von The Kooks, und dann The hardest way to make an easy living von The Streets. Viel andere Musik habe ich mir aus dem Internet heruntergeladen. Ich habe Mash-ups und Bastard-Pop für mich entdeckt, ebenso den Big Beat und Drum’n’Bass.
Und dann ist noch zu erwähnen, dass ich in dem einen Jahr, das ich meine Digitalkamera besitze, sehr, sehr, sehr, sehr viele Fotos gemacht habe. Das weiß ich von den Dateinamen der einzelnen Bilder.
Meine Güte… Saddam Hussein ist tot und die Fußball-WM ist gelaufen. Dann kam das Sommerloch und Ulrich Wickert ging. Nebenher ist aber auch sonst noch so einiges gelaufen, was sich schon auf so manchen Telefonrechnungen im Dezember bemerkbar gemacht hat: die 16 heißt ab dem 1.1.2007 nicht mehr 16, sondern 19 und das lässt man uns vor allem durch Kassenzettel und dergleichen wissen. Olé! Viel zu viele Menschen sind gestorben aus Gründen, die nicht einmal die Hälfte derer, die an ihrem Tod verantwortlich sind, noch kennen/kannten.
Ich hoffe, dass das nächste Jahr uns alle weiter bringt und viele - hoffentlich mehr mehr als weniger - mehr oder weniger positive Überraschungen bereithält, dass wir viel lernen, unsere Ziele erreichen, älter werden, besser werden, wachsen und so weiter und so fort. Ich denke, ihr wisst, was ich sagen will: Machts besser als im letzten Jahr!
zur Kinder- und Rentnerbetreuung ausgebaut wurde. Und dann hab ich mir Frau M. gegenüber einen
eiviertel sieben (oder auch viertel vor sieben) gestanden, haben Tannenzweige in unserem Feuer verbrannt. Da kam erst mal eine adventliche Stimmung auf! Abgesehen davon, dass wir ja schon zuvor von gelegentlicher Rauchentwicklung kontaminiert wurden, haben wir hier noch mal einen schönen Beitrag zur geruchlichen Weiterentwicklung unserer Klamotten (und Körper - Ich habe heute morgen erst geduscht!!!) geleistet. Fein.
