So. Ich komme jetzt mal gleich zur Sache. Gestern war ja diese Geburtstagsparty von Clara, Karoline und Nina und ich war dabei. Ich habe Six Feet Under dafür sausen lassen und genauso SWR3 latenight und Dasding.tv, sowie irgendwel-che Beobachtungen, wie sich denn die Julia bei Incoming Weekend auf Gamestelevision schlagen würde. Weil ich ein guter Mensch bin, der weiß, was sich gehört. Ja. Probieren wir es doch diesmal mit Chronologie!
Auf meinem Weg zum Kathokeller musste ich den Bahnhof durchqueren, der um viertel vor oder dreiviertel acht von klischeeerfüllenden Punks besetzt war. Ich habe ein Vaterunser nach dem anderen heruntergerattert, sah mein Leben schon fast vor mir hinwegrauschen und dann bin ich aber ganz gut durchgekommen. Dennoch beschleunigte ich dann meinen Gang. Am Kathokeller selbst habe ich dann erst eine Weile gewartet, weil Alleinekommen immer doof ist und so. Lustigerweise bin ich dieses Mal schon wieder mit der Person, die bei mir unten durch ist weil blahblah, angekom-men und habe auch mit ihr das Gebäude gestürmt. Nach kleinerer Geschenkübergabe und nachdem ich erschrecht fest-stellen musste, dass sich über mein Geschenk, dessentwegen ich mich eigentlich schon geschämt hatte, gefreut wurde, habe ich dann irgendwie die Herrschaft über die Musik übernommen. Olé! Playlists habe ich zusammengebastelt. So gut es ging. Die vorliegende Musik war zwar im Großen und Ganzen ganz passabel – es waren sogar ein paar Lieder von The Prodigy dabei – aber der Kathokeller ist eben doch eher ein Rockschuppen. Ja, und was nützen einem rund zehntausend Lieder, wenn man dazu nicht tanzen kann, wenn man die teilweise nicht kennt und so Comedyprogramme mit drin sind? Aber egal, ich hab das Kind schon geschaukelt und wenn das nächste Mal was im Kathokeller gefeiert wird, dann werde ich meine eigene Musik (auch) mitbringen, damit ich besser auf die Wünsche der Gäste eingehen kann. Die Meute wollte was zum Tanzen und so alte Klassiker und so und ich konnte ihnen immerhin ein Lied liefern, das mir gerade nicht einfällt. Was ich dann aber so geliefert habe, lief ganz gut, kam also ganz gut an.
Nebenbei habe ich dann auch noch ein bisschen gebarkeepert und habe den Leuten Getränke gezaubert, von denen sie noch nicht mal in ihren schlimmsten Alpträumen geträumt hätten. Nein, so ist es ja nun auch wieder nicht. Ich habe aus der Vergangenheit gelernt. <g> Und ich habe den schönsten KiBa gezaubert, den es gab! Und selbst getrunken habe ich natürlich auch. Irgendwann ganz gegen Ende hatte ich dann so eine Phase, in der ich das Licht an der Bar aus- und das Stroboskoplicht angemacht habe und dazu „Hyper-Hyper!“ (in Anlehnung an Claras Scooter-Affinität) gerufen habe. Ja.
Der eiserne Kern der Partygesellschaft, der sich am längsten gehalten hat, waren zum einen die drei Geburtstagskinder und Stefan W., Lukas, Luisa und ich. Und Sven auch ein bisschen. Ja, das sollten sie gewesen sein. Nachdem wir dann im Keller aufgeräumt, gefegt, gewischt und noch mal ein bisschen was getrunken haben, entschuldigte ich mich bei den Geburtstagskindern dafür, dass ich Musik gespielt habe, die alle scheiße fanden (was eigentlich nicht so ganz der Wahr-heit entsprach) und dann gingen Lukas, Stefan und ich Richtung Zuhause.
So.
Und als ich dann gegen fünf nach halb sechs zu Hause angekommen bin, war Licht im Haus und ich war betrunken und durfte mir das nicht zu sehr anmerken lassen, bin demzufolge in die Küche, habe mir eine heiße Milch mit Honig drin gemacht und habe die dann ausgetrunken. Als ich dann so einen schrecklichen Flashback hatte, dass meinVater mich um neun oder so aufwecken wollte, ging ich zu ihm hin und sagte: „Ich möchte dich bitten, das mit dem Wecken um neun zu lassen. Gönn mir meine sechs Stunden Schlaf!“ Nach kurzem Überlegen fügte ich noch eine Begründung für meinen verdienten Schlaf hinzu: „Ich war DJ. Und Barkeeper. Und betrunken.“
Dann bin ich ins Bett gegangen und so weiter und so weiter.
Höhö.