So. Vielleicht ist es wem aufgefallen: Ich war ein Wochenende nicht da. Ich war mal wieder auf Bildungsurlaub bei Marcel. Ach, da war so viel lustig... Das kann man gar nicht alles in einem Post schreiben... Aber es gibt so Gelegenheiten, da kommt alles auf einmal zusammen... Einfach alles. Irgendwie. Ein bisschen... Jetzt mal eben so werd ich vermutlich gar nicht alles zusammenkriegen...
Ich berichte einfach mal...
Am Freitag bin ich kurz vor zwei in den Zug gestiegen
(ich war überrascht, dass er überpünktlich da war... Ich mein: Deutsche Bahn?), zehn nach zwei ist der dann ungefähr losgefahren und irgendwann hatte ich dann eine halbe Stunde Aufenthalt in Berlin Ostbahnhof. Ja, das kommt vor. Und dann halt noch ein bisschen fahren. Blah. Nach dieser ... Party ... am Donnerstag hatte ich ja am Freitagmorgen auch noch nicht einmal großartig etwas gegessen. Hatte ein paar Butterkekse im Gepäck. Aber sonst nur noch ein bisschen was zu trinken. Blah. Irgendwann da und so...
Wenig spektakulär alles... Am Abend haben wir gegrillt und anschließend
Fear And Loathing In Las Vegas gesehen. Ja.
Am Samstag haben wir die liebe Julie im Krankenhaus besucht. Die hat sich doch dummerweise so einen netten Splitterbruch mit Sehnenbeteiligun zugezogen und das musste operiert werden. Jetzt ist sie wieder aus dem Krankenhaus raus und alles ist bestens. Hoffe ich. Wenn es sie auch ein bisschen stört, dass sie zum MELT! mit Verband unterwegs sein wird. Ach, aber das war schon lustig...
Ich mit meiner Krankenschwestermutter habe ja die ultimativen Erfahrungen im Umgang mit Krankenhauspersonal. Und so habe ich beim Betreten der Klinik erst mal dem Pförtner Hallo gesagt, habe gesagt, wen wir besuchen wollen, der hat uns dann gesagt, was wir schon wussten
(Etage, Station, Zimmer) und uns eine
(falsche) Wegbeschreibung gegeben. Egal. Auf der Station habe ich uns dann bei einer Schwester angemeldet
(Marcel wäre einfach so in ein Zimmer gerannt... <kopfschüttel>) Zugegeben: Die Frau war schon ziemlich überrascht, dass solch junge Menschen wie wir soooo vorbildlich sind. Aber egal. Im Zimmer fanden wir dann allerdings keine Julie, sondern nur eine Zimmergenossin... Herrgott, die Menschen sind alle so nett da gewesen... Die Frau K. hat dann gesagt, dass die Frau F. leider nicht da sei, aber vielleicht in der Cafeteria oder im Park. Und nachdem wir in der Cafeteria und einmal
durch den Park über einen Rundweg, von dem wir annahmen, es sei der Park, waren, setzten wir uns in das Foyer des Krankenhauses, versuchten Julie zu kontaktieren und genossen Getränke. Ich betätigte den Wasserautomaten und Marcel hatte spontan aufkommende Lust nach einer Trinkschokolade (oder so). Nach Einwurf von 50 Cent und dem Durchrauschen des Getränkes kam sein Kommentar: "Vielleicht sollte man einen Becher drunter stellen..." Ich hab mich ja fast beeumelt... Tja... So hatten wir uns beide einen kleinen Fauxpas geleistet: Ich habe im Aufzug erst die Eingebung gehabt, dass die Julie meinte, wir sollten uns vor unserem Besuch bei ihr melden. Und Marcel hat halt ... na so halt, nicht wahr.
Ach, und als wir in den Aufzug gestiegen sind, ist dann noch irgendwo eine alte Frau zugestiegen und - als hätte sie gewusst, wovon Marcel und ich vormals sprachen - fragte sie uns, was wir täten, wenn der Aufzug plötzlich stehen bliebe. Rein intuitiv schlug ich Skatspielen vor. Ohne mich im Besitze eines Skatblattes zu befinden. Aber darum geht es ja auch nicht. Höhö.
Tja... Dann kam auch die Julie mit einem Freund und Kuchen an und so weiter und so weiter. Für den Kuchen hat sie dann aus der Kantine Teelöffel geklaut,
die sie selbstverständlich hinterher wieder zurückgebracht hat. <räusper> Und angeboten hat sie uns von dem Kuchen auch nicht wirklich was... Hat den Deckel von dem Behältnis geöffnet, hat sich über die herannahenden (teils deformierten) Enten gefreut und ein bisschen was an dieselben verfüttert... Na ja... Aber lustig unterhalten haben wir uns... Ja. Und dann sind wir wieder rein ins Krankenhaus und dann wieder raus in den Park, weil Frau F. nämlich ihr Mobiltelefon
unter der Bank hat liegen lassen... Weil sie wieder nicht auf den alten Micha hören wollte... Apropos: Man hat mich freundlicherweise drauf hingewiesen, dass ich der Zweitälteste in unserer kleinen Gruppe sei. Danke, das will man hören...
Ja... Nach unserem kleinen Abstecher ins Krankenhaus nach Berlin-Wannsee haben wir uns wieder nach Hause begeben um etwas zu essen. Das war nämlich ja auch sehr nötig. Und dann haben wir trotz vormals eher negativer Erfahrungen Pizza gemacht. Bloß - zur Verhinderung der vormals gemachten negativen Erfahrungen - selbst. Und dann haben wir
A Clockwork Orange geschaut und dabei gegessen. Ja. So war das...
Ach, da war noch eine lustige Sache, die unsere liebe Julie im Krankenhaus rausgehaun hat... Es ergab sich folgender Dialog:
Marcel: Wie heißt eigentlich die Ente für Frauen?
Julie: Hä? Na Erpel!
Was Marcel eigentlich meinte: So Plastikgefäße, in die bettlägrig-männliche Krankenhauspatienten hinein urinieren können. Jedenfalls werde ich mal meine Mutter konsultieren, was sie zu dieser Frage sagt...
Joar... Und dann war da die Rückfahrt gestern abend/nacht. Ja... Nachdem usn mein Zug direkt vor der Nase weggefahren ist, weil wir uns sowohl mit dem Essen
wie auch mit dem Weg zum Bahnhof etwas zu viel Zeit gelassen haben... Tja... Und so hatten wir noch eine Stunde am Bahnhof zu sitzen, was ich
(mal wieder) zum Fotosmachen nutzte Ja, sind ein paar sehr schöne Fotos bei rausgekommen. In Berlin Ostbahnhof musste ich dann allerdings feststellen, dass kein Zug mehr nach Dessau fährt. Da dachte ich mir dann: Olé! Hab meinen Vater angerufen, der sich - dem Himmel und meinem Vater sei Dank - bereit erklärte, mich von Brück (Mark) abzuholen. Herrgott, wie dankbar ich meinem Vater bin!
Ich hoffe, er liest das auch.
Ja. Und dann waren wir auch schon im Auto unterwegs. Ich bin - jetzt noch mehr als zuvor - ein sooo guter Beifahrer. Zwei Füchse
(am Fahrbahnrand herumschnüffelnd), acht Rehe
(einzeln und überwiegend am Fahrbahnrand stehend) und ungefähr 30 Katzen
(sitzend und über die Straße eilend). Ein Reh meinte dann allerdings doch, noch vor unserem Auto die Straße überqueren zu müssen. Und ich habe meinen Vater drauf hingewiesen und so einen in erster Linie für das Reh gefährlichen Unfall verhindern. Und dann waren wir kurz nach eins
(nachts also) daheim. Und ich bin ratzfatz ins Bett gegangen. Nicht zum Schlafen, sondern zum Lesen, aber Bett ist Bett.
Ja, das war mein Bildungsurlaub
bei Berlin. Nächstes Wochenende geht der dann in die dritte Runde. <froi>