2007-10-30
Eigentlich würde ich gern so viel schreiben und ich hätte auch so viel zu berichten, aber weil ich heut einen relativ anstrengenden Arbeitstag hatte (wobei die lange Abrufbereitschaft (~) und die Fahrten mit dem öffentlichen Personennahverkehr noch am schlimmsten sind) und ich vorhin Marcel eine ewig lange Mail geschrieben habe, in der ich ihm alles berichtete, was ihr auch noch wissen solltet und weil ich jetzt langsam müde werde, kann ich leider nix großartig schreiben. Vielleicht hole ich das morgen nach. Mal sehen. Morgen habe ich erst mal andere Prioritäten.
Science for Girls – You'll never know
Endlich kann ich euch mal wieder ein schönes Lied präsentieren, dass ihr euch hemmungslos herunterladen könnt! Nicht zögern – machen!
[Science for Girls – You'll never know]
[Science for Girls – You'll never know]
2007-10-28
Lektorenleid 3
Heute muss ich mal wieder berichten. Ich hatte ja zwischenzeitlich ein paar Tage, an denen ich nicht so intensiv arbeiten konnte. Aber immer, als ich gearbeitet habe, habe ich mir fleißig meine Notizen gemacht. Hier nun die Auswertung!
Zunächst noch eine Information: Wo das Buch am Anfang schon nicht so richtig rocken wollte, ist es nun dazu übergegangen, einfach nur noch eklig bescheuert zu sein. Bäh.
Ich bin häufiger in dem Buch über eine Sache gestoßen, die mich zum Nachdenken angeregt hat: Wie läuft das eigentlich mit dem Kündigen? Wird einem gekündigt? Na ja. Wir haben uns hier mit Analogienbildung beholfen und uns erinnert an die Wortgruppe "jemandem die Freundschaft kündigen". Wenn also etwas gekündigt wird, dann kommt der Dativ zum Einsatz. wenn aber eine Person ihren Job verliert, dann wird sie selbst gekündigt und der Akkusativ ist fällig. Klingt logisch. Müssen aber Leute, die meinen, Bücher schreiben zu müssen, nicht logisch finden.
Ach so … Wo wir gerade beim Thema Logik sind: In Büchern können Leute auch nach anderer Leute Nase tanzen. Ja, richtig gelesen! Ich dachte auch erst, dass alles in Ordnung ist. Und dann hab ich mir aber überlegt, dass es entweder heißt "jemandem auf der Nase herumtanzen" oder aber "nach jemandes Pfeife tanzen". Aber nach irgendwelchen Nasen wird nicht getanzt. Das ist zumindest nicht üblich.
Auch unlogisch: Eiskalt als schon sehr literarisch-starke Verstärkung und Intensivierung des Wortes "kalt" aus einer spontanen Laune heraus steigern. Ergebnis: Eiskälter
Was mich sehr erheitert hat, war folgender Satz:
Und wo wir gerade von inhaltlichen Pannen reden:
Und:
Ach und dann war da vorhin noch die Rechtschreibprüfung von Microsoft Word 97. Ich hab mich sehr darüber gefreut. Das Ding kannte "leidtun" (was ja jetzt richtig ist) nicht und als ich mit rechts draufgeklickt habe, habe ich die Vorschläge für diesen "Fehler" gesehen, die mir als richtig empfohlen wurden. Einziger Eintrag: "Leithuhn":
Schönen Tag noch!
Endergebnis der letzten Tage: Seite 230
Zunächst noch eine Information: Wo das Buch am Anfang schon nicht so richtig rocken wollte, ist es nun dazu übergegangen, einfach nur noch eklig bescheuert zu sein. Bäh.
Ich bin häufiger in dem Buch über eine Sache gestoßen, die mich zum Nachdenken angeregt hat: Wie läuft das eigentlich mit dem Kündigen? Wird einem gekündigt? Na ja. Wir haben uns hier mit Analogienbildung beholfen und uns erinnert an die Wortgruppe "jemandem die Freundschaft kündigen". Wenn also etwas gekündigt wird, dann kommt der Dativ zum Einsatz. wenn aber eine Person ihren Job verliert, dann wird sie selbst gekündigt und der Akkusativ ist fällig. Klingt logisch. Müssen aber Leute, die meinen, Bücher schreiben zu müssen, nicht logisch finden.
Ach so … Wo wir gerade beim Thema Logik sind: In Büchern können Leute auch nach anderer Leute Nase tanzen. Ja, richtig gelesen! Ich dachte auch erst, dass alles in Ordnung ist. Und dann hab ich mir aber überlegt, dass es entweder heißt "jemandem auf der Nase herumtanzen" oder aber "nach jemandes Pfeife tanzen". Aber nach irgendwelchen Nasen wird nicht getanzt. Das ist zumindest nicht üblich.
Auch unlogisch: Eiskalt als schon sehr literarisch-starke Verstärkung und Intensivierung des Wortes "kalt" aus einer spontanen Laune heraus steigern. Ergebnis: Eiskälter
Was mich sehr erheitert hat, war folgender Satz:
… erhielt er endlich Antwort auf seinen unzähligen Bewerbungen.Ich finde so was nicht nett. Wenn man zum Beispiel seine Absage auf die Rückseite des Bewerbungsschreibens gedruckt bekommt. Muhar.
Und wo wir gerade von inhaltlichen Pannen reden:
Ich kann mich noch daran erinnern, wie Nostradamus zum Jahrtausendwechsel den Weltuntergang angekündigt hat.Interessante Angelegenheit, nicht wahr? Da muss jemand echt enorm alt sein. Ich meine … Ich weiß nicht, wann Nostradamus so gelebt haben will, aber es wird schon ein paar Jährchen her sein. Und unser literarisches Ich war live dabei, als es ums Millenium ging und lebt zu allem Überfluss ein paar Jahre nach dem Millenium auch noch. Donnerwetter.
Und:
Manchmal ist leider dein Geschlecht nicht nett zu Frauen.Ich werfe an dieser Stell nur mal eben zwei Begriffe in den Raum und lasse euch in dieser Hinrichtung allein: Fleischpeitsche und Kampfwurst. Hihi
Ach und dann war da vorhin noch die Rechtschreibprüfung von Microsoft Word 97. Ich hab mich sehr darüber gefreut. Das Ding kannte "leidtun" (was ja jetzt richtig ist) nicht und als ich mit rechts draufgeklickt habe, habe ich die Vorschläge für diesen "Fehler" gesehen, die mir als richtig empfohlen wurden. Einziger Eintrag: "Leithuhn":
Sie kann einem wirklich Leithuhn.Und zuletzt noch dies:
Mit eiskalter Mine …In diesem Sinne …
Schönen Tag noch!
Endergebnis der letzten Tage: Seite 230
Notiz LXXVIII
Eine Idee von Marcel:
Ein Musikmix mit dem Thema City.
Zur Verdeutlichung:
Lieder wie diese könnten Verwendung finden:
Justice – Waters of Nazareth
The Prodigy – Memphis Bells
The Prodigy – Jericho
Fedde Le Grand – Put your Handy up for Detroit
Global Deejays – San Francisco
Armand van Helden – NYC Beat
Genug der Beispiele!
Ein Musikmix mit dem Thema City.
Zur Verdeutlichung:
Lieder wie diese könnten Verwendung finden:
Justice – Waters of Nazareth
The Prodigy – Memphis Bells
The Prodigy – Jericho
Fedde Le Grand – Put your Handy up for Detroit
Global Deejays – San Francisco
Armand van Helden – NYC Beat
Genug der Beispiele!
Notiz LXXVII
Muss mir unbedingt
noch ein paar
Musiken
zuschicken lassen.
Ich brauche jetzt
viel Lo-Fi-FNK.
noch ein paar
Musiken
zuschicken lassen.
Ich brauche jetzt
viel Lo-Fi-FNK.
2007-10-27
Action in meinem Leben
Soeben gesehen, dass heute eine Suchanfrage über Google führte, die folgende Suche meinte:
<schnüff>
Brauche Action im Leben
Der Schweizer oder die Schweizerin wird sich derzeit wohl ähnlich fühlen wie ich.<schnüff>
Notiz LXXVI
Jetzt wird endlich mal wieder lektoriert. Ich hoffe, ich kann heute Abend mal wieder Bericht erstatten. Dazu werde ich L. E. F. von Ferry Corsten hören. Ein sehr toller Musiker! Ein sehr tolles Album!
Ein etwas anderes Vorstellungsgespräch
Gestern hatte ich mein zweites Vorstellungsgespräch. Und ohne nur allzu viel von vornherein verraten zu wollen: Es ist durchaus positiv verlaufen. Ich komme mal direkt zur Sache, damit sich das alles nicht wieder ewig hinzieht:
Als ich in dem Unternehmen angekommen bin, ging ich zu dem Empfangstisch, nannte meinen Namen und wies darauf hin, dass ich zum Vorstellungsgespräch geladen war. Die junge Frau auf der anderen Seite war etwas überrascht und meinte dann, dass sie mal Bescheid sagen und fragen gehe. Sie sei selbst nur Praktikantin. Das war schon mal lustig.
Dann kam die Frau an ("Michael?"), stellte sich vor und verwies auf unser vorgestriges Telefonat. Sie bat mich, kurz Platz zu nehmen und das tat ich dann auch. Eine weitere junge Frau kam an, blieb in einigem Abstand vor mir stehen und meinte leicht überrascht: "Michael?" Ich bejahte wunderte mich. Auch sie sagte, sie wolle gleich kommen und ging ebenfalls in das Büro, in dem die andre verschwunden war. Sie lachten beide. Haha. Als sie fertig waren, verließen sie das Büro und erläuterten mir die weitere Verfahrensweise und dass sich da halt alle duzen. Okay. Alles klar.
Dann wurde ich zum Teamleiter geschickt, der mir zeigte, wie die Arbeit abläuft und alles.
Meine Arbeit ist das Redigieren von Kochrezepten für eine Online-Community, wo die User die Möglichkeit haben, Rezepte zu veröffentlichen. Diese sollen allerdings erst auf ihre Qualität und so weiter geprüft werden. Auch die Zutatenliste muss überarbeitet werden, damit die einzelnen Suchfunktionen optimal arbeiten können. Und dann muss das Rezept logisch aufgebaut sein und in einer "Kochsprache" verfasst sein. Also keine Umgangssprache. Und dann werden die Rezepte noch bewertet und freigegeben. Nachdem mir das an zwei oder drei Rezepten gezeigt wurde, sollte ich selbst mal ran.
In der Zwischenzeit wurde mir ein Kaffee angeboten und noch jemand kam an und meinte "Ach, das is der Michael!" Ja super. Na ja. Nach einem Gespräch mit diesem Mann – dem Chef – kam dann heraus, dass ich ja gar kein Sächsisch spreche, was ich auf meine Herkunft (Sachsen-Anhalt) schob. Außerdem dass ich ein schlechtes Abitur habe. Und dass mein Abischnitt gut ist. Und dass mein zukünftiger Chef den gleichen Schnitt hatte. Ähä. So. Blah.
Ich hab dann selbst noch ein Rezept bearbeitet und freigegeben. Und dann musste ich allerdings sagen, dass ich nicht mehr so viel Zeit habe. Von daher …
Ach, egal. Jedenfalls fahre ich am Montag wieder hin und wenn ich entdecke, dass die Arbeit was für mich ist (was ich auf jeden Fall tun werde), dann gehen wir an den Praktikumsvertrag.
Ach so: Von dem Teamleiter wurde ich gelobt. Das war schön. Hihi.
So. Beli muss mal für… egal. Und lektorieren muss ich.
Als ich in dem Unternehmen angekommen bin, ging ich zu dem Empfangstisch, nannte meinen Namen und wies darauf hin, dass ich zum Vorstellungsgespräch geladen war. Die junge Frau auf der anderen Seite war etwas überrascht und meinte dann, dass sie mal Bescheid sagen und fragen gehe. Sie sei selbst nur Praktikantin. Das war schon mal lustig.
Dann kam die Frau an ("Michael?"), stellte sich vor und verwies auf unser vorgestriges Telefonat. Sie bat mich, kurz Platz zu nehmen und das tat ich dann auch. Eine weitere junge Frau kam an, blieb in einigem Abstand vor mir stehen und meinte leicht überrascht: "Michael?" Ich bejahte wunderte mich. Auch sie sagte, sie wolle gleich kommen und ging ebenfalls in das Büro, in dem die andre verschwunden war. Sie lachten beide. Haha. Als sie fertig waren, verließen sie das Büro und erläuterten mir die weitere Verfahrensweise und dass sich da halt alle duzen. Okay. Alles klar.
Dann wurde ich zum Teamleiter geschickt, der mir zeigte, wie die Arbeit abläuft und alles.
Meine Arbeit ist das Redigieren von Kochrezepten für eine Online-Community, wo die User die Möglichkeit haben, Rezepte zu veröffentlichen. Diese sollen allerdings erst auf ihre Qualität und so weiter geprüft werden. Auch die Zutatenliste muss überarbeitet werden, damit die einzelnen Suchfunktionen optimal arbeiten können. Und dann muss das Rezept logisch aufgebaut sein und in einer "Kochsprache" verfasst sein. Also keine Umgangssprache. Und dann werden die Rezepte noch bewertet und freigegeben. Nachdem mir das an zwei oder drei Rezepten gezeigt wurde, sollte ich selbst mal ran.
In der Zwischenzeit wurde mir ein Kaffee angeboten und noch jemand kam an und meinte "Ach, das is der Michael!" Ja super. Na ja. Nach einem Gespräch mit diesem Mann – dem Chef – kam dann heraus, dass ich ja gar kein Sächsisch spreche, was ich auf meine Herkunft (Sachsen-Anhalt) schob. Außerdem dass ich ein schlechtes Abitur habe. Und dass mein Abischnitt gut ist. Und dass mein zukünftiger Chef den gleichen Schnitt hatte. Ähä. So. Blah.
Ich hab dann selbst noch ein Rezept bearbeitet und freigegeben. Und dann musste ich allerdings sagen, dass ich nicht mehr so viel Zeit habe. Von daher …
Ach, egal. Jedenfalls fahre ich am Montag wieder hin und wenn ich entdecke, dass die Arbeit was für mich ist (was ich auf jeden Fall tun werde), dann gehen wir an den Praktikumsvertrag.
Ach so: Von dem Teamleiter wurde ich gelobt. Das war schön. Hihi.
So. Beli muss mal für… egal. Und lektorieren muss ich.
2007-10-25
Quasi-Semi-Pseudo-Vorstellungsgespräch heute
Ich fand mich ein bei einer Firma, die offensichtlich kurzfristige Arbeitnehmerüberlassungen für Service und Eventkram macht. Ich wurde eingeladen und heute von meiner Schwester da hingefahren. Schon die Umgebung … FKK-Clubs, potenzielle Bordelle und andere zwielichtige und mit Neonleuchten beschienene Einrichtungen. Ihr wisst, wovon ich spreche.
Kurzum:
Zum gepflegten Erscheinungsbild gehören Nackenhaare, die über den Kragen des Hemdes nicht hinaus gehen und an den Seiten dürfen die Haare auch höchstens die Hälfte der Ohren bedecken. Und das geht nicht. Überhaupt nicht. Da komm ich nicht mit klar. Fertig. Aus.
Ergo: Im Arsch.
Ich werde morgen anrufen und sagen, dass sie meine Daten durch den Shredder jagen kann.
Kurzum:
Zum gepflegten Erscheinungsbild gehören Nackenhaare, die über den Kragen des Hemdes nicht hinaus gehen und an den Seiten dürfen die Haare auch höchstens die Hälfte der Ohren bedecken. Und das geht nicht. Überhaupt nicht. Da komm ich nicht mit klar. Fertig. Aus.
Ergo: Im Arsch.
Ich werde morgen anrufen und sagen, dass sie meine Daten durch den Shredder jagen kann.
Notiz LXXV
Für die Lektorarbeit würde sich an einem einfachen PC so eine etwas kleinere Tastatur ganz gut machen. Da würde man kurze Wege von der Maus zur Tastatur haben und auch auf der muss man keine langen Strecken zurücklegen. Und man kann sie fast überall hinsetzen, weil sie ja nicht so viel Platz wegnimmt.
Ist mir nur eben beim Arbeiten auf- und eingefallen.
Und jetzt arbeite ich weiter.
Ich bin ja schließlich nicht grundlos so früh aufgestanden.
Ist mir nur eben beim Arbeiten auf- und eingefallen.
Und jetzt arbeite ich weiter.
Ich bin ja schließlich nicht grundlos so früh aufgestanden.
2007-10-24
Kleine Danksagung an Bami
Ein Ereignis hat mir heute vom Aufstehen und Einschalten meines Mobiltelfons an den Tag verschönt. Mein Handy ist an und schon kommt eine Kurzmitteilung. Bamina. Sie berichtet, dass sie gerade an einer Haltestelle steht und meinen bislang nur besonderen Personen zugänglich gemachten Musikmix Nummer 10 hört. Im Grunde genommen hat diese SMS also keinen richtigen Hintergrund, aber die liebe Bami hat an mich gedacht und hörte meinen Musikmix und hat mir geschrieben und das fand ich ja so niedlich und lieb. Danke, liebes Bamileinchen! Ohne diese erfreulichen Worte wäre ich heute wohl nicht so schnell aus dem Bett gekommen. Und wie oft ich an diese SMS gedacht habe.
<seufz>
Wenn doch nur mehr Leute so wären…
<seufz>
Wenn doch nur mehr Leute so wären…
Zitat des Tages
Agonistes non est sine vide agon brutes.
(Es herrscht keine Todesqual (im Wald), bis sie durchs Auge dessen gesehen wird, der sie erzeugt hat.)
von Hunter S. Thompson
2007-10-22
Lektorenleid 2
Heute berichten wir direkt von der Front. Ich werde hauptsächlich Textzitate bringen. Und eine kleine Überlegung: Wenn ich hier originale Fehler veröffentlichen würde, die ich als Lektor im Buch korrigiert habe… Inwiefern ist denn da eine Urheberrechtsverletzung? Ach Moment, ich habe Bier konsumiert. Egal. Vergessen wir das wieder.
Fangen wir doch gleich mal mit einem Haufen Pleonasmen an:
Und dann stolperte ich noch über diesen Satz:
Gut, das soll für heute reichen. Der Alkohol. Und interessante Sex-Offenbarungen im ICQ. Ich mach Feierabend!
Tagesendergebnis: Seite 95
Fangen wir doch gleich mal mit einem Haufen Pleonasmen an:
Du gehörst einzig und allein nur mir.Fand ich sehr schön. Sehr schön bescheuert. Es gibt aber auch ein paar Kleinigkeiten, die eher so technischer Natur sind. Zum Beispiel diese Sache, dass Autoren gern mal in ihr PC-Manuskript Trennstriche einfügen. Dafür gibt es eine Funktion in Microsoft Word! Egal. Ist mir heute einmal untergekommen. Dann gibt es auch noch so Krampfsachen wie das gern gemachte Verwechseln von "dass" und "das". Ich möchte am liebsten verzweifeln. Aber so geht es ja auch nicht weiter. Dann ist mir schon des Öfteren im aktuellen Manuskript aufgefallen:
äußeres Erscheinungsbild
eisige, kalte Augen
"Blahblahblah", sagte er, "blahblahblah, das eientlich in einen neuen Satz gehört."Warum? Wieso tut man so etwas? Ich meine: das sieht doch jeder Legastheniker, dass das nicht geht! (Es heißt natürlich richtig: "Blahblahblah", sagte er. "Blahblahblah, das wirklich in einem neuen Satz ist.")
Und dann stolperte ich noch über diesen Satz:
Wir haben seit heute morgen einen neuen Mitarbeiter bekommen.Frage: Wie lange werden die wohl noch den einen neuen Mitarbeiter bekommen?
Gut, das soll für heute reichen. Der Alkohol. Und interessante Sex-Offenbarungen im ICQ. Ich mach Feierabend!
Tagesendergebnis: Seite 95
Notiz LXXIV
Subjektiv als sehr weit empfunden:
130 Kilometer.
Subjektiv als kleine Unendlichkeit empfunden:
595 Kilometer.
Eine immer wieder gern geleistete Zahlung:
12 Euro.
Eine (für mich) gar nicht finanzierbare Fahrt:
78 Euro.
Und:
Immer eins mehr als du!
(Den Insider musstet ihr jetzt nicht verstehen.)
130 Kilometer.
Subjektiv als kleine Unendlichkeit empfunden:
595 Kilometer.
Eine immer wieder gern geleistete Zahlung:
12 Euro.
Eine (für mich) gar nicht finanzierbare Fahrt:
78 Euro.
Und:
Immer eins mehr als du!
(Den Insider musstet ihr jetzt nicht verstehen.)
Beliars Ziele
So mancher wird sich vielleicht gefragt haben, was der Michael denn eigentlich jetzt auf einmal in Bayern bei seiner Schwester macht, obwohl er doch eigentlich immer von Berlin sprach. Ich habe mir in Absprache mit Marcel einen kleinen Zukunftsplan zurechtgelegt. Tadah! Ich bin nämlich nicht nur hier um unseren lieben Stef zu besuchen. Nein, Beliar will Geld scheffeln. Ihr wisst schon: Arbeiten! Und warum ist der Michael dann bei seiner Schwester? Weil er da kostengünstig unterkommen kann. Für ihn muss ja nichts extra an die Wohnung hier angebaut werden. Von daher käme ich mit einem kleinen Obolus im Monat für die Verpflegung (und den Strom) (hihi) (und Spritz) (oh-oh) davon. Und jetzt bin ich auf der Suche nach Arbeit. Nebenher lektoriere ich für meinen Verleger und hoffe mal, dass sich Dominik oder André (vor allem Ersterer, wegen Zivi und so) mal wieder wegen ihrer Bücher melden. Tja. Und wenn der Michael nur einen kleinen Obolus bei seiner Schwester lässt, was macht er dann mit dem restlichen Geld? Versaufen, für Nutten ausgeben und in Kasinos auf den Kopf hauen. Ähhh… Ich will das Geld sparen. Ich hab nämlich zwei Primärziele:
1. Ein Laptop zum unabhängigen Surfen und für meine ganz eigenen Dateiverzeichnisse, die ich mir mit niemandem teilen muss (heißt: Unabhängigkeit!)
2. Eine Kaution für eine Wohnung in Berlin. Die haben da ja schon immer recht interessante Vorstellungen davon, was man so nebenbei aus dem Ärmel schütteln kann.
Und dann gibt es noch so eigentlich unbenannte Sekundärziele wie Wohnungseinrichtung, Klamotten, Schuldenbegleichung (was eigentlich auch eher primärer ist) und Sparen.
Aber das geht euch nichts an!
Micha L
1. Ein Laptop zum unabhängigen Surfen und für meine ganz eigenen Dateiverzeichnisse, die ich mir mit niemandem teilen muss (heißt: Unabhängigkeit!)
2. Eine Kaution für eine Wohnung in Berlin. Die haben da ja schon immer recht interessante Vorstellungen davon, was man so nebenbei aus dem Ärmel schütteln kann.
Und dann gibt es noch so eigentlich unbenannte Sekundärziele wie Wohnungseinrichtung, Klamotten, Schuldenbegleichung (was eigentlich auch eher primärer ist) und Sparen.
Ergo: Berlin ist nicht vergessen!
Eher im Gegenteil. Die Korrespondenz ist intensiv und die Liebe nach wie vor gegeben.Aber das geht euch nichts an!
Micha L
2007-10-21
Lektorenleid 1
Ich möchte an dieser Stelle eine kleine neue Reihe beginnen. Ich nenne sie Lektorenleid. Ratet mal, worum es geht! Mir ist heute mal wieder aufgefallen, was Autoren so für Scheiße fabrizieren. Ich gebe mir Mühe, sachlich zu bleiben. Ich berichte von dem Buch, das ich derzeit lektoriere. Die Beispiele entnehme ich demselben, habe sie aber lieber modifiziert. Sicherheitshalber. Na ja. Bereit? Sehr gut.
Ich möchte mit einer Sache anfangen, die mir wirklich bei bislang fast jedem Buch aufgefallen ist, das ich bearbeitet habe. Eine Krankheit, für die ich noch einen Namen brauche. Ich arbeite dran. Folgendes Szenario: Ein Mann – nennen wir ihn einfach Helmhart – möchte ein Buch schreiben. Setzt sich an seinen PC und schreibt eine Geschichte, die ihm kürzlich im Schlaf eingefallen ist. Und dabei kommen dann so Wörter wie "aber" und "anschauen" ins Spiel. Und Helmhart liest Passagen, in denen so etwas drin steht, stutzt. Und dann denkt er sich, dass das ja ganz schön umgangssprachlich klingt. Und Umgangssprache ist ja ganz schlimm. Soll ja schließlich ein richtiges Buch draus werden. Also werden diese Wörter durch ihre professioneller klingenden großen Brüder ersetzt. Zum Beispiel "(je)doch" und "betrachten". Und dabei kann es dazu kommen, dass Helmharts Hauptperson auf einmal nicht sehr viele Freunde besitzt. Ich muss ehrlich sagen, dass auch ich nicht viele Freunde besitze, aber ich habe einige. Besitzen klingt so sehr nach einstecken oder im Käfig halten. Ganz schrecklich.
Was übrigens auch sehr gern gemacht wird und wofür ich kaum bis kein Verständnis aufbringen kann: (Anrede-)Abkürzungen. Der Gipfel dessen: Diese Abkürzungen in wörtlicher Rede! Da könnt ich Krämpfe kriegen! "Haben Sie Dr. Schmidt gesehen?" Redet so irgendwer?
Das waren zwei allgemeine Fälle. Dann gibt es noch etwas, was allgemein sehr beliebt ist und ich mit einem aktuellen Beispiel belegen kann: Das Umdenken im Satz. Nun gut, wenn das einmal passiert, geht das noch in Ordnung. Wenn es aber öfter passiert, dann kommt so eine Scheiße dabei heraus:
Pleonasmen wie die folgenden finde ich mittlerweile schon fast dämlich-niedlich:
1. Das Rotkehlchenpärchen wird die Vogelbabys wohl kaum gemeinsam zur Welt gebracht haben.
2. Gibt es nichts zum Auf-die-Welt-bringen, denn Vögel legen Eier, aus denen die Jungtiere von alleine schlüpfen. Im Regelfall.
3. Jungtiere! Nicht Vogelbabys!
4. Ausrufezeichen? Ist das jetzt das Ereignis des Jahrtausends? Werde ich es morgen in der Zeitung lesen können? Ein Punkt hätte es auch getan. Den habe ich da zumindest an den Schluss des Satzes gesetzt.
Ja. Nur allzu gern scheint des Autoren Finger lieber in die linke obere Ecke der Standard-Tastatur zu wandern als in die rechte untere. ! statt . ist ja sowieso besser, weil das ausdrucksstärker ist. Vielleicht. Wenn man Glück hat. Denn auf die Dauer wirkt das nur lästig und nervig.
Und dann noch dieser Krampf mit der neuen Rechtschreibung, den mir mein Verleger jetzt abverlangt. Weil er ja bei den letzten Büchern angeblich so viel Mist gefunden hat. Hey, wer hatte noch mal 14 Punkte in der Abiturprüfung? Ach, egal. Vermutlich habe ich nur deshalb keine 15, weil ich so viele Rechtschreibfehler gemacht habe. Ha!
Was übrigens auch unschön aber im Deutschen so üblich ist: Vor die Auslassungspunkte kommt immer ein Leerschritt. Und weil es so lustig ist, muss ich im Buch diesen Leerschritt durch ein geschütztes Leerzeichen ersetzen. Warum? Weil das nicht getrennt wird. Und was bedeutet das? Es können keine drei Punkte am Zeilenanfang auftreten. Ich weiß, das klingt paranoid, aber sicher ist sicher.
Morgen berichte ich weiter über schreckliche Formulierungen, Gedankensprünge, gern gemachte Fehler und Stümpereien im aktuellen Projekt!
Tagesendergebnis: Seite 49
Ich möchte mit einer Sache anfangen, die mir wirklich bei bislang fast jedem Buch aufgefallen ist, das ich bearbeitet habe. Eine Krankheit, für die ich noch einen Namen brauche. Ich arbeite dran. Folgendes Szenario: Ein Mann – nennen wir ihn einfach Helmhart – möchte ein Buch schreiben. Setzt sich an seinen PC und schreibt eine Geschichte, die ihm kürzlich im Schlaf eingefallen ist. Und dabei kommen dann so Wörter wie "aber" und "anschauen" ins Spiel. Und Helmhart liest Passagen, in denen so etwas drin steht, stutzt. Und dann denkt er sich, dass das ja ganz schön umgangssprachlich klingt. Und Umgangssprache ist ja ganz schlimm. Soll ja schließlich ein richtiges Buch draus werden. Also werden diese Wörter durch ihre professioneller klingenden großen Brüder ersetzt. Zum Beispiel "(je)doch" und "betrachten". Und dabei kann es dazu kommen, dass Helmharts Hauptperson auf einmal nicht sehr viele Freunde besitzt. Ich muss ehrlich sagen, dass auch ich nicht viele Freunde besitze, aber ich habe einige. Besitzen klingt so sehr nach einstecken oder im Käfig halten. Ganz schrecklich.
Was übrigens auch sehr gern gemacht wird und wofür ich kaum bis kein Verständnis aufbringen kann: (Anrede-)Abkürzungen. Der Gipfel dessen: Diese Abkürzungen in wörtlicher Rede! Da könnt ich Krämpfe kriegen! "Haben Sie Dr. Schmidt gesehen?" Redet so irgendwer?
Das waren zwei allgemeine Fälle. Dann gibt es noch etwas, was allgemein sehr beliebt ist und ich mit einem aktuellen Beispiel belegen kann: Das Umdenken im Satz. Nun gut, wenn das einmal passiert, geht das noch in Ordnung. Wenn es aber öfter passiert, dann kommt so eine Scheiße dabei heraus:
Hier fühlte er sich zu Hause und er konnte sich und es gab für ihn nichts, was ihn glücklicher machte, als mit der Schönheit der Natur, so wie sie das Leben geschaffen hatte.Was will uns der Autor damit sagen?
Pleonasmen wie die folgenden finde ich mittlerweile schon fast dämlich-niedlich:
Hast du bereits mal daran gedacht...Und dann sind da noch so ein paar Einzelheiten. Wer findet den Fehler?
… dauert es etwa rund fünf Wochen …
Ich habe vorhin gerade Tee gekocht.
Das Rotkehlchenpärchen hatte vier gesunde Vogelbabys zur Welt gebracht!Na? Okay, fangen wir mal an:
1. Das Rotkehlchenpärchen wird die Vogelbabys wohl kaum gemeinsam zur Welt gebracht haben.
2. Gibt es nichts zum Auf-die-Welt-bringen, denn Vögel legen Eier, aus denen die Jungtiere von alleine schlüpfen. Im Regelfall.
3. Jungtiere! Nicht Vogelbabys!
4. Ausrufezeichen? Ist das jetzt das Ereignis des Jahrtausends? Werde ich es morgen in der Zeitung lesen können? Ein Punkt hätte es auch getan. Den habe ich da zumindest an den Schluss des Satzes gesetzt.
Ja. Nur allzu gern scheint des Autoren Finger lieber in die linke obere Ecke der Standard-Tastatur zu wandern als in die rechte untere. ! statt . ist ja sowieso besser, weil das ausdrucksstärker ist. Vielleicht. Wenn man Glück hat. Denn auf die Dauer wirkt das nur lästig und nervig.
Und dann noch dieser Krampf mit der neuen Rechtschreibung, den mir mein Verleger jetzt abverlangt. Weil er ja bei den letzten Büchern angeblich so viel Mist gefunden hat. Hey, wer hatte noch mal 14 Punkte in der Abiturprüfung? Ach, egal. Vermutlich habe ich nur deshalb keine 15, weil ich so viele Rechtschreibfehler gemacht habe. Ha!
Was übrigens auch unschön aber im Deutschen so üblich ist: Vor die Auslassungspunkte kommt immer ein Leerschritt. Und weil es so lustig ist, muss ich im Buch diesen Leerschritt durch ein geschütztes Leerzeichen ersetzen. Warum? Weil das nicht getrennt wird. Und was bedeutet das? Es können keine drei Punkte am Zeilenanfang auftreten. Ich weiß, das klingt paranoid, aber sicher ist sicher.
Morgen berichte ich weiter über schreckliche Formulierungen, Gedankensprünge, gern gemachte Fehler und Stümpereien im aktuellen Projekt!
Tagesendergebnis: Seite 49
There are komische Zeichen in the Text!
In dem Buch, das ich derzeit lektoriere, sind lauter so komische Zeichen. Es sind keine Zeichen im eigentlichen Sinne, denn wenn man den Cursor hinter sie setzt und die Backspace-Taste (Löschen) drückt, dann werden die Zeichen erst markiert. Dann erst – bei nochmaligem Drücken – wird das gelöscht. Kann mir jemand sagen, was das für ein Zeichen ist? Hier eine umfangreiche Beschreibung seines Aussehens:
[0]
(Als ein Zeichen)
P. S.: Ich benutze Microsoft Word.
P. S.: Ich benutze Microsoft Word.
Zitat des Tages
Heute beigesteuert von meiner großen Schwester:
Wenn ich zu dir sagen würde 'Wer ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein!', würdest du sofort rausrennen und dir zweie holen.
In Bayern
Alles erst mal ganz kurz gefasst:
- Ich bin gut angekommen.
- Ich habe zwei Seiten Eisenbahnreis(end)e 5 geschrieben (kleine Schrift, krakelig)
- Ich verlege meinen Dreh- und Angelpunkt meiner Kommunikation vorübergehend auf mein Google-Konto. Wenn also etwas ist: dort hinschreiben! Dort kann man auch gut mit mir chatten!
- Abschreiben und Veröffentlichen von Eisenbahnreis(end)e 5 wird eine Weile auf sich warten lassen, denn ich hab erst mal Wichtigeres zu tun!
- Bin heute in einem fremden Auto gefahren. Ungewohnt, aber es lief. Ohne abzuwürgen. Hihi.
- Bin überwältigt vom mir entgegengebrachten Verständnis ("Du fährst!", "Du musst dich überhaupt nicht rechtfertigen!" – als ich keine 100 gefahren bin, wo ich es hätte tun können. Im Vergleich dazu mein Vater: "Wenn du mehr Gas gegeben hättest, hättestes noch über die Ampel geschafft", anschließender Hinweis meinerseits, dass ich schon mit fast 60 unterwegs war.) Egal.
- Ab Montag intensive Arbeitssuche.
- Eisenbahnreis(end)e 5 ist übrigens irgendwie komisch-interessant geworden. Egal.
- Gruß an alle.
- Irgendwie komisches Gefühl zu wissen, dass ich nicht nächste oder übernächste Woche wieder nach Hause fahre.
2007-10-20
Reisevorbereitungen
So. Gleich geht der kleine Beli ins Bett. Seinen Zugschock von vorhin hat er immer noch nicht so recht verwunden. Auch, wenn er schon seit ein paar Stunden hier sitzt und Musik hört und bloggt und brennt und chattet. So richtig auf der Höhe bin ich nicht. Ich habe so viel einzupacken und mitzunehmen. Ich weiß ja schließlich nicht, wann genau ich wieder nach Hause komme. Und außerdem… Meine Tasche ist ja so klein! Und ich muss auch noch U-Bahn fahren! Aber danach darf ich wenigstens Auto fahren. Ich weiß gar nicht so richtig, wo ich alles hinpacken soll. Kleiner Insider-Witz: Vielleicht nehm ich einfach ein paar Beutel mit. Da kann ich dann den Rest unterbringen. Zwölfmillionen Sachen, an die ich denken muss. So richtig weiß ich auch nicht. Zwölfmillionen Sachen, die in meine kleine Reisetasche passen müssen. Zwölfmillionen Sachen, an die ich denke. Zwölfmillionen Sachen, die ich am liebsten mitnehmen würde. Vor allem Lieder. Oha. Ist das alles verzwickt. Hmpf. Und was wird mit dem Weihnachtsgeschenk hier? Hui, ich muss vor allem Klamotten mitnehmen. Und Bücher für die Verwandten da unten. Und meine Winterjacke. Man warnte mich vor den tiefen Temperaturen am Morgen. Aber wohin das alles? Wen ich in München ankommen werde, wird das Termometer bestimmt 20 Grad Celsius zeigen. Und ich in meiner dicken Tom-Tailor-Jacke? Oh Gott! Alles muss ich bedenken! Alles muss ich mitnehmen! Meine Lohnsteuerkarte und Sozialversicherungsausweis, Bewerbungsmappen, "Kaltblütig" von Truman Capote, diese ganzen CDs hier.
Alles doof irgendwie.
Beliar ist traurig.
Nicht, weil er zu seiner Schwester muss, sondern wegen der großen Distanz zu da, wo das Herz hingehört.
<wein>
Beli
Alles doof irgendwie.
Beliar ist traurig.
Nicht, weil er zu seiner Schwester muss, sondern wegen der großen Distanz zu da, wo das Herz hingehört.
<wein>
Beli
2007-10-19
Notiz LXXIII
Und jetzt erst mal Musik auf meine Karte machen, die ich morgen während meiner Zugfahrt hören möchte. Wird wohl viel werden. Kleine Liste? Hier:
- Infected Mushroom – Vicious Delicious
- Digitalism – Idealism
- M. I. A. – Kala
- Ein bisschen was von Vitalic
- Musikmix 10.1 BETA
- Musikmix 10.2 BETA
- Und noch ein paar mehr.
Alles doof
Ich bin gerade eben in mein Zimmer gegangen um etwas von meinem PC zu holen und ich war echt schockiert: Ein riesengroßes Loch klaffte da. Da, wo vorher Marcels Tasche stand, ist auf einmal nix mehr. Leer. Leere. Pfui. Ich bin traurig. Zumal ich sein vorbereitetes Weihnachtsgeschenk von dem Computer geholt habe. Und morgen gehe ich dann auf große Fahrt. Werde auf ungefähr unbestimmte Zeit zu meiner Schwester gehen. Ich werde dennoch bloggen können. Wobei ich mich in erster Linie auf die Arbeitssuche und auf die aktuell anstehende Arbeit konzentrieren muss. Hab nämlich von meinem Verleger ein Buch zugeschickt bekommen, das ich nun lektorieren muss. Und zwar ruhig gründlich. Mit dem Hinweis versehen, dass bei den letzten Büchern, die ich gemacht habe, er beim Rüberscrollen ein paar Sachen gefunden hatte, die Mist waren und so weiter. Ich war schon ein bisschen angefixt und hab eigentlich gar nicht mehr so richtig Lust auf diese Sache. Aber ich brauche das Geld. Okay, es ist nicht viel, aber es ist etwas. Ach so. Ich bekomme ja dafür gar kein Geld. <hüstel> Ihr wisst schon… Na ja.
Was ich eigentlich sagen wollte: Alles doof jetzt. Bis Dezember ungefähr werden wir (Marcel und ich) uns nicht mehr wiedersehen. Aber da meine Schwester dankenswerterweise eine Telflat hat, können wir wenigstens mit einander telefonieren. Dann lohnt sich die Flatrate wenigstens.
Und jetzt? Jetzt werde ich noch ein bisschen traurig sein.
Apropos: Ich habe vorhin beim Autofahren allein – auf dem Rückweg vom Bahnhof – Emotionen gezeigt. Von CD kam Røyksopps What else is there in einem Remix von Jacques Lucont und beim Refrain sin mir direkt wieder Tränen in die Augen geschossen. Ja, so ist das.
Und jetzt? Ich muss noch ein paar CDs brennen. Eine wichtige CD, auf der alle möglichen wichtigen Sachen sind, die ich bei meiner Schwester am PC brauchen werde. Und noch ein bisschen Musik. Kann ja nicht alles auf Karte oder so mitnehmen.
Und nebenbei hören wir aus dem September dieses Jahres den "Essential Mix" von Diplo. Toll ist der. Geht allerdings zwei Stunden. Aber die lohnen sich.
Micha L
<seufz>
Was ich eigentlich sagen wollte: Alles doof jetzt. Bis Dezember ungefähr werden wir (Marcel und ich) uns nicht mehr wiedersehen. Aber da meine Schwester dankenswerterweise eine Telflat hat, können wir wenigstens mit einander telefonieren. Dann lohnt sich die Flatrate wenigstens.
Und jetzt? Jetzt werde ich noch ein bisschen traurig sein.
Apropos: Ich habe vorhin beim Autofahren allein – auf dem Rückweg vom Bahnhof – Emotionen gezeigt. Von CD kam Røyksopps What else is there in einem Remix von Jacques Lucont und beim Refrain sin mir direkt wieder Tränen in die Augen geschossen. Ja, so ist das.
Und jetzt? Ich muss noch ein paar CDs brennen. Eine wichtige CD, auf der alle möglichen wichtigen Sachen sind, die ich bei meiner Schwester am PC brauchen werde. Und noch ein bisschen Musik. Kann ja nicht alles auf Karte oder so mitnehmen.
Und nebenbei hören wir aus dem September dieses Jahres den "Essential Mix" von Diplo. Toll ist der. Geht allerdings zwei Stunden. Aber die lohnen sich.
Micha L
<seufz>
2007-10-13
Vorfreude
Morgen bekommt unser aller Lieblingsbeli Besuch und da freut er sich schon wie bescheuert drauf! Der Mobiltelefon-Countdown läuft. Sagt irgendwas von über 16 Stunden. Muss noch mal nach der Reiseroute schauen. Ich glaube, in meinem Buch von der Bahn stand ein bisschen Müll, beziehungsweise habe ich nicht auf alle Zeichen geachtet. Ich Horsti.
2007-10-11
Notiz LXXII
Muss unbedingt bei nächster Gelegenheit CD-Rohlinge kaufen, damit ich zum Beispiel dieses Mashup-Album brennen kann, welches ich nicht unbedingt auf dem PC haben muss, aber anhören möchte ich es mir schon hin und wieder dann mal. Dann kann ich einfach weiter auf der Festplatte aufräumen.
Minifilmabend
Ich hab gestern einen kleinen Filmabend gemacht. Hab mir zuerst eine Runde Ju-On – The Grudge gegeben. Ui, war das eklig. Also es war ein eher ungewöhnlicher "Horrorfilm", aber abstoßend war er allemal. Teilweise. Und – verdammt, wehe mir kommt jemand noch mal mit dieser Aussage von wegen "Sehen alle gleich aus" und so! – ja, ich habe diesen japanischen Film freiwillig gesehen! Hihi. Also war ganz interessant und so. Und danach habe ich noch das Ende von Lost in Translation gesehen. So ein schöner Film. Ich hab ja schon mal das außerordentliche Vergnügen mit meiner Schwester und ihrem Freund (und den Katzis) gehabt, diesen Film zu sehen… Ich finde ihn immer noch toll. Tja. Und danach hab ich mir ein Gespräch von zwei nicht mehr ganz so jungen Männern auf Games Television gegeben. War ganz interessant. Hab halt bloß nicht mehr so richtig mitgekriegt, worum es so ging. Aber es war interessant.
Ach, der Beliar ist schon ein komischer Mensch. Ich weiß ja mal auch nicht.
Ich hab übrigens – wenn wir schon mal dabei sind – About Schmidt mit Marcel gesehen und ich find den Film so traurig. Und schön. Aber das Ende ist echt traurig. Zumindest, wenn man sich irgendwie so gut mit Filmfiguren identifizieren kann. Sei es nun des Alkohols wegen oder weil man sich halt einfach wiedererkennt.
Ja, der Beliar ist komisch.
Ja! Da ist ja auch schon die Bestätigung dafür! Ich wollte ja noch schreiben, wieso ich das jetzt so erwähnenswert fand, dass ich Lost in Translation gesehen habe. Eigentlich ging es mir drum, hier mal eben noch dieses Zitat anzubringen, dass ich etwas schöner in Erinnerung hatte. Wenn man nämlich das "lustig" durch ein "schön" ersetzt, ist das Zitat allgemein netter anzusehen und so. Hier. Und dann ist Schluss.
Ach, der Beliar ist schon ein komischer Mensch. Ich weiß ja mal auch nicht.
Ich hab übrigens – wenn wir schon mal dabei sind – About Schmidt mit Marcel gesehen und ich find den Film so traurig. Und schön. Aber das Ende ist echt traurig. Zumindest, wenn man sich irgendwie so gut mit Filmfiguren identifizieren kann. Sei es nun des Alkohols wegen oder weil man sich halt einfach wiedererkennt.
Ja, der Beliar ist komisch.
Ja! Da ist ja auch schon die Bestätigung dafür! Ich wollte ja noch schreiben, wieso ich das jetzt so erwähnenswert fand, dass ich Lost in Translation gesehen habe. Eigentlich ging es mir drum, hier mal eben noch dieses Zitat anzubringen, dass ich etwas schöner in Erinnerung hatte. Wenn man nämlich das "lustig" durch ein "schön" ersetzt, ist das Zitat allgemein netter anzusehen und so. Hier. Und dann ist Schluss.
Lass uns nie wieder hierherkommen. Es würde nie wieder so lustig werden.
Endlich die andere Absage
Endlich! Die Freie Universität in Berlin hat meine Bewerbung ganz offensichtlich doch nicht als Witz aufgefasst. Gestern habe ich einen Brief bekommen, in dem drin stand, dass die mich nicht wollen. Nein, dass ich zu schlecht bin. Nein, dass ich… Ach, ich entspreche halt einfach nicht so ganz den Anforderungen. Es gab wieder interessante Statistiken. An der FU gab es sogar ganze 40 Studienplätze. Die Zahl der Bewerber habe ich vergessen. Na jedenfalls auch so lauter "Letze Zulassung nach Rang"-Sachen mit Blahblah. Also das kringelte immer so im Zwanziger-Bereich herum und meine Platzierung eher bei einhundertzwanzig. Na ja. Manchmal ist doof. Vielleicht beim nächsten Mal. Vielleicht aber auch nicht. Mal sehen.
Ja, das wollte ich jetzt noch loswerden.
Ist Studentsein vielleicht überschätzt?
Ja, das wollte ich jetzt noch loswerden.
Ist Studentsein vielleicht überschätzt?
Interessante Klospruchanalyse
Ja, eine interessante Klospruchanalyse (man könnte auch ein thematisch entfernt passendes Wortspiel draus machen, indem man zum Beispiel Klospruchanalyse schreibt, aber das wäre unter meinem Niveau und würde eher zu zion passen) hat uns der liebe Stef beschert. Und dafür lieben wir ihn so sehr. Hihi.
[Link]
[Link]
2007-10-10
Fixe Zusammenfassung
Heute: Beliar stirbt fast, weil die Festplatte so intensiv zugemüllt ist. Groll richtet sich gegen kleine Schwester. Hat Pferde****spiel mit ungefähr 600MB installiert. Und DirectX wird ohnehin bei jeder Gelegenheit in allen Versionen installiert. Angefangen, Ordnung in Musikarchiv zu bringen. Viele Sachen gelöscht. (Wieso hab ich eigentlich Open Office hier drauf gehabt?) Dank erster Bemühungen nun Festplatte fast wieder nur zu drei Vierteln voll. Mit Vater Motoröl (fast einen ganzen Liter!!) aufgefüllt und alleine unter anderem die Scheibenwischanlage (also den entsprechenden Behälter) mit diesem Gelumpe aufgefüllt.
Morgen: Mutter zum Arzt fahren. Kleine Schwester zum Gitarrenunterricht. Wichtigstes Ereignis: Marcel kommt von der Klassenfahrt zurück. Endlich. Ansonsten nichts geplant.
Übermorgen: Mutter und Vater nach irgendwo in Brandenburg fahren. Sinnhaftigkeit dieser Aktion wird aufgrund der potenziellen Fahrerfahrung nicht in Frage gestellt. Kleine Schwester allein daheim? Das kann nicht gut gehen.
Morgen: Mutter zum Arzt fahren. Kleine Schwester zum Gitarrenunterricht. Wichtigstes Ereignis: Marcel kommt von der Klassenfahrt zurück. Endlich. Ansonsten nichts geplant.
Übermorgen: Mutter und Vater nach irgendwo in Brandenburg fahren. Sinnhaftigkeit dieser Aktion wird aufgrund der potenziellen Fahrerfahrung nicht in Frage gestellt. Kleine Schwester allein daheim? Das kann nicht gut gehen.
"Weitere Informationen zu Ihrer Bewerbung…"
Eine E-Mail von Vodafone kam heute hereingeschneit. Darin lesen wir:
Sehr geehrter Herr H.,Und dann scrollen wir nach unten, um zu sehen, was uns im Anhang erwartet. Und was sehen wir da?
vielen Dank für Ihr Interesse an der Vodafone D2 GmbH.
Im Anhang finden Sie weitere Informationen zu Ihrer Bewerbung.
Um das Dokument zu öffnen, benötigen Sie den Acrobat Reader in der Version 5.0
oder höher. […]
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Recruiting Team
2007-10-09
28 Määäähhhs Later?
Ich weiß es nicht… Also auf der einen Seite sieht dieser Film echt vielversprechend aus. Auf der anderen Seite sieht das alles so denkbar bescheuert aus, dass man sich von vorn bis hinten nur totlachen möchte. Schaut euch den Trailer selber an! Wenn ihr mindestens 16 seid. Ich weiß nicht. Von einem anderen User wurde der Trailer so reingestellt, dass man 18 und angemeldet sein muss, um sich den anzusehen. Ich glaube, ich will den Film sehen.
Bahnstreiks?
Ich komme mir ein bisschen vor wie in 28 Weeks Later einem schlechten Film. Und Verständnis kann ich auch nicht so richtig aufbringen… Die Lokomotivführer wollen also wieder streiken. Weils so lustig ist. Ach nein, sie wollen mehr Geld. 30 Prozent oder so. Die Bahn bietet 10. Herrgott, also Entschuldigung bitte, aber die sind doch die ganzen letzten Jahre auch mit ihrem derzeitigen Gehalt ausgekommen… Denken die sich denn etwa, dass die auch ruhig mal so richtig auf die Kacke hauen können, weil die Briefzusteller sich auch durchgesetzt haben? Und warum nehmen die dann nicht einfach mal die 10 Prozent an und versuchen es später noch mal? Vielleicht bin ich zu blöd für so was, aber das will mir nicht so richtig in den Kopf.
Vermutlich vor allem, weil Marcel am Sonntag zu mir kommen soll. Mit dem Zug natürlich. Ich krieg nen Anfall, wenn das nichts wird. Dann schmeiß ich mich gegen eine Wand! Zum Verzweifeln ist das.
Und es hat noch nicht mal jemand so viel Herz, mich effektiv zu trösten! Egal. Bahnstreiks. Pfui. Ich hab kein Verständnis mehr. Ich finds eigentlich grenzkindisch. "Ich wollte aber den anderen Teddybären haben! Den Größeren!" – "Ja, aber Teddybär ist Teddybär…" – "Aber nich groß genug! <schmoll>" Zum Kotzen.
Vermutlich vor allem, weil Marcel am Sonntag zu mir kommen soll. Mit dem Zug natürlich. Ich krieg nen Anfall, wenn das nichts wird. Dann schmeiß ich mich gegen eine Wand! Zum Verzweifeln ist das.
Und es hat noch nicht mal jemand so viel Herz, mich effektiv zu trösten! Egal. Bahnstreiks. Pfui. Ich hab kein Verständnis mehr. Ich finds eigentlich grenzkindisch. "Ich wollte aber den anderen Teddybären haben! Den Größeren!" – "Ja, aber Teddybär ist Teddybär…" – "Aber nich groß genug! <schmoll>" Zum Kotzen.
NPD-ParteitagWahlkampfanfang
Ach wie schön. Dank geht an Peter. Schaut euch das einfach mal an und amüsiert euch prächtig darüber!
[Link]
[Link]
Beliar ist krank
Und sie kann sich den Kommentar mit dem "Du bist seit 18 Jahren krank!" sparen. Hässlicher, riesiger Kloß im Hals und Sehnsucht. Außerdem allgemeines Unwohlsein. Bäh. Absolut zum Kotzen. Hoffentlich ist wenigstens das Album von M. I. A. gut, damit ich keine schreckliche Zeit im Bett gleich habe. Lesen könnte ich auch mal wieder.
Geständnis: Ich habe mich eben bei irgendeinem Springer-Ableger online beworben.
Dabei fällt mir ein, dass ich in meinem Lebenslauf noch irgendwo ergänzen muss, dass ich einen Führerschein habe. Mist.
Beli
(der hoffentlich heute abend noch mal in besserer körperlicher Verfassung am PC ist)
P. S.: Mein Konto ist so leer. Jetzt, wo ich mir die Fahrkarte zu meiner Schwester gekauft habe. Ey, wenn ich da keine Arbeit kriege, bin ich echt gearscht!
Geständnis: Ich habe mich eben bei irgendeinem Springer-Ableger online beworben.
Dabei fällt mir ein, dass ich in meinem Lebenslauf noch irgendwo ergänzen muss, dass ich einen Führerschein habe. Mist.
Beli
(der hoffentlich heute abend noch mal in besserer körperlicher Verfassung am PC ist)
P. S.: Mein Konto ist so leer. Jetzt, wo ich mir die Fahrkarte zu meiner Schwester gekauft habe. Ey, wenn ich da keine Arbeit kriege, bin ich echt gearscht!
2007-10-08
Notiz LXXI
Wollte gerade was bloggen.
Bin jetzt aber etwas deprimiert und traurig.
Irgendwie stinkt doch das alles ein bisschen.
Brauche Musik.
Infected Mushroom vielleicht.
Und bald neue Rohlinge.
Hab nur noch einen.
Heute zwei verbrannt.
–S T O P–
Bin jetzt aber etwas deprimiert und traurig.
Irgendwie stinkt doch das alles ein bisschen.
Brauche Musik.
Infected Mushroom vielleicht.
Und bald neue Rohlinge.
Hab nur noch einen.
Heute zwei verbrannt.
–S T O P–
Führerschein weg!
Heute Besuch bei der Führerscheinstelle. Wegen des falschen Geburtsdatums. Frau meinte, den Führerschein zieht sie ein. Okay. Hat in ihren schlauen Computer geschaut und gesehen, dass noch gar nicht zu sehen ist, dass ich überhaupt schon Auto fahren darf. Olé! Hat auf die Unterlagen geschaut und festgestellt, dass da das richtige Geburtsdatum drauf steht. Neuer Antrag. Aus mir unersichtlichen Gründen. Irgendwas mit Arbeitsaufwand. Jaja, die deutschen Behörden. Jedenfalls konnte ich noch mal unterschreiben. Find ich gut, weil ich nämlich bei meiner Unterschrift ein paar Bögen vergessen habe. <schäm> Na ja. Jetzt wird alles schön. Hoffe ich. Drei Monate dürfte ich jetzt mit diesem vorläufigen Dings fahren, lediglich in Deutschland allerdings. In vier Wochen könnte ich dann auch den neuen Führerschein abholen. Ich hoffe, das ist für mich mit keinen weiteren Kosten verbunden. Schließlich war das ja nicht mein Fehler.
Hmpf.Ich halte euch auf dem Laufenden!
2007-10-07
Emotionsgeladenes Bild
Der Beli hat heute mal eben fotografiert und es ist ein Bild dabei herausgekommen, das zum einen meine Abschiedsstimmung von vorhin sehr gut rüberbringt, weil es so schön aufgewühlt ist, und zum anderen kann ich es euch einfach nicht vorenthalten. Schon allein der Stimmung wegen. Ich habe es am Berliner Ostbahnhof aufgenommen und hat sogar direkt beim zweiten Versuch hingehauen. Hat mich doch sehr gefreut.

Grüße gehen in Richtung Berlin. Gewissermaßen an den Stimmungsauslöser. Indirekt. Passiv.
Grüße gehen in Richtung Berlin. Gewissermaßen an den Stimmungsauslöser. Indirekt. Passiv.
Notiz LXX
Jetzt erkläre mir doch bitte mal jemand, warum ich – mit einem sterbenden NEON-Online-Profil – mehr Besucher auf meine Seite ziehe als zu einer Zeit, als ich noch etwas aktiver dort tätig war! Komische NEON-Online-Community. Sie wird mir nur noch einen Dienst erweisen müssen, dann ist Feierabend.
2007-10-05
Notiz LXIX
So. Vorstellungsgesprächstermin vorhin abgesagt. Irgendwie war der Mann komisch. Fast ein bisschen patzig. Hat mich ein bisschen nachdenklich gestimmt. Aber ich kann ja nichts für die streikenden Lokführer und die Bahn, die sich mit ihrem Notfallfahrplan selbst ein Bein gestellt hat.
Film-Stöckchen
Man hat mich mit einem Stöckchen beehrt! Olé! Dank geht von daher an Kati, die dafür verantwortlich ist. Höhö.
Ein Film, den du mehr als zehnmal gesehen hast…
> Ich weiß nicht so genau, aber ich glaube, Donnie Darko kommt an die zehn Male bestimmt ran.
Ein Film, den du mehrfach im Kino gesehen hast…
> Nein. So was gibts nicht. Ich schau mir Filme im Kino nur einmal an. Warum auch häufiger?
Schauspieler, wegen denen du eher geneigt wärst, einen Film zu sehen…
> Jake Gyllenhaal… Und da war noch diese eine Schauspielerin. Aber deren Name fällt mir gerade nicht ein.
Ein Schauspieler, wegen dem du weniger geneigt wärst, einen Film zu sehen…
> Auf jeden Fall Jürgen Vogel! Adam Sandler vielleicht.
Ein Film, aus dem du regelmäßig zitierst…
> Ich hab keine Ahnung. Ich neige dazu – wenn ich es denn mache – aus allen möglichen Filmen zu zitieren. Kommt ja schließlich auch auf den Kontext an.
Ein Filmmusical, von dem du alle Texte der darin gesungenen Songs auswendig weißt…
> Gibt es nicht. Außerdem kenne ich ja nur Moulin Rouge als Filmmusical. Glaube ich.
Ein Film, bei dem du mitgesungen hast…
> Nein.
Ein Film, den jeder gesehen haben sollte…
> Donnie Darko (Leute, die vielschichtige Filme mit Anspruch brauchen)
> 28 Days Later (Leute, die irgendwie ästhetische Horror-Zombie-Filme brauchen)
> Reeker (Leute, die Horrorfilme mit abschließender Überraschung brauchen)
> Wer früher stirbt ist länger tot (Leute, die lustige Familienfilme brauchen)
Aber eigentlich in erster Linie Donnie Darko. Prinzipiell.
Ein Film, den du besitzt…
> Donnie Darko natürlich.
Ein Schauspieler, der seine Karriere nicht beim Film startete und der dich mit seinen schauspielerischen Leistungen positiv überrascht hat…
> Ich fand diesen Schauspieler aus Transformers ziemlich gut. Shia Le Irgendwas. Immer, wenn ich den Namen gelesen habe, habe ich mich gewundert, welche Frau das sein sollte und warum nichts von dem Hauptdarsteller in den Transformers-Artikeln stand. Dann hab ich festgestellt, dass Shia der Typ ist. Ist ja jetzt auch in Disturbia zu sehen.
Schon einmal einen Film in einem drive-in gesehen?
> Gibt es so was in Deutschland überhaupt? Fährt man überhaupt in ein Drive-In-Kino, um sich Filme anzuschauen? Geht es nicht eher um den Inhalt der nächsten Frage?
Schon mal im Kino geknutscht?
> Noch nicht.
Ein Film, den du schon immer sehen wolltest, bisher aber nicht dazu gekommen bist…
> Egoshooter. Will ich schon seit hundert Jahren sehen.
Hast du jemals das Kino verlassen, weil der Film so schlecht war?
> Nein, dazu bin ich zu geizig.
Ein Film, der dich zum weinen gebracht hat…
> Ui. Das ist schwer. Aber ich glaube, da gibts nichts. Vielleicht war ich ein bisschen traurig beim Ende von Moulin Rouge, aber ansonsten…
Popcorn?
> Nicht zwingend.
Wie oft gehst du ins Kino?
> So oft Marie Zeit und Karten für mich hat. Hihi.
Welchen Film hast du zuletzt im Kino gesehen?
> Wächter des Tages mit Marie. Danke noch mal!
Dein Lieblingsgenre?
> Och, eigentlich mag ich alles außer so kitschiges Müllgelumpe.
Dein erster Film, den du im Kino gesehen hast?
> Das große Krabbeln vielleicht (?)
Welchen Film hättest du lieber niemals gesehen?
> 28 Weeks Later. Aber Reihen will man ja immer gern weiterschauen. Auch, wenn man fürchtet, dass es scheiße wird.
Der merkwürdigste Film, den du mochtest?
> Black Box
Der beängstigendste Film, den du je gesehen hast?
> Ich hatte früher immer – als ich noch jung war – Angst, nachdem ich Akte X gesehen habe. Aber das ist ja kein Film. Von daher zählt das nicht. Ergo: Nix.
Was war der lustigste Film, denn du je gesehen hast?
> Och kommt schon… Das weiß ich nicht. Echt. Ich bin außerdem nicht so jemand, der sich da so reinsteigern kann und sich gehen lässt. Aber ich muss sagen, dass dieses Video, das ich damals (primär) mit Clara gemacht habe, ziemlich lustig war. Zwar vor allem, weil wir beim Schneiden so viel Spaß hatten und mindestens die Hälfte der Zeit gelacht haben und uns über bescheuerte Antworten und Winzdetails gefreut haben, aber das ist ja egal.
An dieser Stelle möchte ich dann noch mal drauf hinweisen, dass ich meine Filmliste noch überarbeiten werde. Die ist noch nicht fertig!!!
> Ich weiß nicht so genau, aber ich glaube, Donnie Darko kommt an die zehn Male bestimmt ran.
Ein Film, den du mehrfach im Kino gesehen hast…
> Nein. So was gibts nicht. Ich schau mir Filme im Kino nur einmal an. Warum auch häufiger?
Schauspieler, wegen denen du eher geneigt wärst, einen Film zu sehen…
> Jake Gyllenhaal… Und da war noch diese eine Schauspielerin. Aber deren Name fällt mir gerade nicht ein.
Ein Schauspieler, wegen dem du weniger geneigt wärst, einen Film zu sehen…
> Auf jeden Fall Jürgen Vogel! Adam Sandler vielleicht.
Ein Film, aus dem du regelmäßig zitierst…
> Ich hab keine Ahnung. Ich neige dazu – wenn ich es denn mache – aus allen möglichen Filmen zu zitieren. Kommt ja schließlich auch auf den Kontext an.
Ein Filmmusical, von dem du alle Texte der darin gesungenen Songs auswendig weißt…
> Gibt es nicht. Außerdem kenne ich ja nur Moulin Rouge als Filmmusical. Glaube ich.
Ein Film, bei dem du mitgesungen hast…
> Nein.
Ein Film, den jeder gesehen haben sollte…
> Donnie Darko (Leute, die vielschichtige Filme mit Anspruch brauchen)
> 28 Days Later (Leute, die irgendwie ästhetische Horror-Zombie-Filme brauchen)
> Reeker (Leute, die Horrorfilme mit abschließender Überraschung brauchen)
> Wer früher stirbt ist länger tot (Leute, die lustige Familienfilme brauchen)
Aber eigentlich in erster Linie Donnie Darko. Prinzipiell.
Ein Film, den du besitzt…
> Donnie Darko natürlich.
Ein Schauspieler, der seine Karriere nicht beim Film startete und der dich mit seinen schauspielerischen Leistungen positiv überrascht hat…
> Ich fand diesen Schauspieler aus Transformers ziemlich gut. Shia Le Irgendwas. Immer, wenn ich den Namen gelesen habe, habe ich mich gewundert, welche Frau das sein sollte und warum nichts von dem Hauptdarsteller in den Transformers-Artikeln stand. Dann hab ich festgestellt, dass Shia der Typ ist. Ist ja jetzt auch in Disturbia zu sehen.
Schon einmal einen Film in einem drive-in gesehen?
> Gibt es so was in Deutschland überhaupt? Fährt man überhaupt in ein Drive-In-Kino, um sich Filme anzuschauen? Geht es nicht eher um den Inhalt der nächsten Frage?
Schon mal im Kino geknutscht?
> Noch nicht.
Ein Film, den du schon immer sehen wolltest, bisher aber nicht dazu gekommen bist…
> Egoshooter. Will ich schon seit hundert Jahren sehen.
Hast du jemals das Kino verlassen, weil der Film so schlecht war?
> Nein, dazu bin ich zu geizig.
Ein Film, der dich zum weinen gebracht hat…
> Ui. Das ist schwer. Aber ich glaube, da gibts nichts. Vielleicht war ich ein bisschen traurig beim Ende von Moulin Rouge, aber ansonsten…
Popcorn?
> Nicht zwingend.
Wie oft gehst du ins Kino?
> So oft Marie Zeit und Karten für mich hat. Hihi.
Welchen Film hast du zuletzt im Kino gesehen?
> Wächter des Tages mit Marie. Danke noch mal!
Dein Lieblingsgenre?
> Och, eigentlich mag ich alles außer so kitschiges Müllgelumpe.
Dein erster Film, den du im Kino gesehen hast?
> Das große Krabbeln vielleicht (?)
Welchen Film hättest du lieber niemals gesehen?
> 28 Weeks Later. Aber Reihen will man ja immer gern weiterschauen. Auch, wenn man fürchtet, dass es scheiße wird.
Der merkwürdigste Film, den du mochtest?
> Black Box
Der beängstigendste Film, den du je gesehen hast?
> Ich hatte früher immer – als ich noch jung war – Angst, nachdem ich Akte X gesehen habe. Aber das ist ja kein Film. Von daher zählt das nicht. Ergo: Nix.
Was war der lustigste Film, denn du je gesehen hast?
> Och kommt schon… Das weiß ich nicht. Echt. Ich bin außerdem nicht so jemand, der sich da so reinsteigern kann und sich gehen lässt. Aber ich muss sagen, dass dieses Video, das ich damals (primär) mit Clara gemacht habe, ziemlich lustig war. Zwar vor allem, weil wir beim Schneiden so viel Spaß hatten und mindestens die Hälfte der Zeit gelacht haben und uns über bescheuerte Antworten und Winzdetails gefreut haben, aber das ist ja egal.
An dieser Stelle möchte ich dann noch mal drauf hinweisen, dass ich meine Filmliste noch überarbeiten werde. Die ist noch nicht fertig!!!
2007-10-04
Vorstellungsgespräch morgen
Ich werde es vermutlich sausen lassen müssen. Die Bahnmenschen wollen ja streiken. Und von daher isses wohl doof. Ich werde hier festsitzen. Von daher greife ich morgen zum Mobiltelefon und rufe den Mann an und sage, dass ich keine Möglichkeit sehe, ihn aufzusuchen, weil ja alle Welt streikt. Wie es heute gelaufen ist, erzähl ich wann anders.
2007-10-03
Spielverderberer
So. Welcher Spielverderber war das denn? Ich will Namen wissen! Nich immer alles anonym machen! Aber ich fürchte ja fast, dass sie einfach mal keinen Namen angegeben hat… Da kann man sich ja gar kein Lob abholen… Ja, also mein Geburtsdatum stimmt natürlich nicht. Ich habe – wie wir ja alle wissen – am 27. Februar (und nicht am 22. Februar) Geburtstag.
Und weil ich gerade bei Marcel bin, habe ich meinen Vater direkt schon mal drauf eingestimmt, dass er am Montag mit mir zur Führerscheinstelle fahren darf. Damit ist ja allerdings nicht gesagt, wer fahren wird. Hihihi. Ich werde ihn bitten, dass ich fahren darf. Nachdem ich hier einmal ne Runde um den Block gefahren bin um mich an dieses verhältnismäßig riesige Gefährt zu gewöhnen. Ultimatives Argument: Mein Fahrlehrer hat gesagt, ich soll häufig wie nur irgend möglich fahren, damit ich später nicht mal bei Null wieder anfangen muss.
Nor denn…
Und weil ich gerade bei Marcel bin, habe ich meinen Vater direkt schon mal drauf eingestimmt, dass er am Montag mit mir zur Führerscheinstelle fahren darf. Damit ist ja allerdings nicht gesagt, wer fahren wird. Hihihi. Ich werde ihn bitten, dass ich fahren darf. Nachdem ich hier einmal ne Runde um den Block gefahren bin um mich an dieses verhältnismäßig riesige Gefährt zu gewöhnen. Ultimatives Argument: Mein Fahrlehrer hat gesagt, ich soll häufig wie nur irgend möglich fahren, damit ich später nicht mal bei Null wieder anfangen muss.
Nor denn…
Kleines Pseudo-Gewinnspiel zum Thema Führerschein
So.
Ich habe hier mal etwas vorbereitet. Wir sehen hier die Frontseite meines Führerscheines. Wer mir den Fehler sagen kann, der bekommt ein Lob von mir!
Ich habe hier mal etwas vorbereitet. Wir sehen hier die Frontseite meines Führerscheines. Wer mir den Fehler sagen kann, der bekommt ein Lob von mir!
Von diesem Pseudo-Gewinnspiel sind folgende Personen augeschlossen: Sie, Marcel, meine Eltern, Paul, Maria B. und mein Fahrlehrer. Und allen, denen ich schon gesagt habe, was da nicht stimmt. Hihi.
] Auto, Bild, Gewinnspiel, Groll, Langeweile, Spiel, Wissen, Yippieh
Notiz LXIIX
Huch, das ist ja doch etwas viel geworden. Aber zugegebenermaßen müssen solch gefühlsintensiven Ereignisse, auf die ich überdies so lang hingearbeitet habe, ebenso intensiv verarbeitet werden. Dennoch bestimmt lesenswert.
Hihi.
Hihi.
Eine halbe Stunde Horror pur
Ja, was ich euch noch gar nich verraten habe, was vor allem daran liegt, dass ich noch gar keine Zeit dazu hatte: Der Beliar hat jetzt übrigens seinen Führerschein! Am zweiten Oktober hatte er seine praktische Prüfung und wider Erwarten hat er es überhaupt nicht verkacktbockt. Ja, das heißt, ich habe gestern keine 155,73 Euro in den Sand gesetzt, sondern ultimativ investiert. Ich möchte an dieser Stelle mein Telefonat mit Marcel anbringen, welches das Ganze gut und knapp zusammenfasst. Ich muss zugeben, ich war ein bisschen gemein. Hihi:
Nachdem der Prüfer ins Auto eingestiegen ist, sich vorgestellt, sein Geld in Empfang und meinen Personalausweis in Augenschein genommen hat, versuchte ich mal ein bisschen locker zu werden und Konversation zu betreiben:
Ich sags euch: Ich hab echt mit jeder Scheiße gerechnet! Ich habe mir gemerkt, was die Daten zur Bereifung im Fahrzeugbrief bedeuten und habe in der Einfahrstunde meinem Fahrlehrer noch mal schön gesagt, wie man die Betriebsbremse überprüft… Und der Typ wollte von mir sehen, wie ich den Scheibenwischer hinten anmache!!! Ich war echt überrumpelt. Ich hab dann erst mal einen auf total überfordert gemacht und mittlerweile saß auch mein Fahrlehrer schon mit drin und hat mich gefragt, was los sei, als er sah, wie ich etwas planlos am rechten Hebel da rumfummelte und guckte. Vorher die Zwischenfrage des Prüfers: "Die Aufgabe haben Sie verstanden, ja?" Nervöses "Hmmm" als Bestätigung von mir. Mein Fahrlehrer meinte auf meinen verpeilten Hinweis "Heckscheibenwischer anmachen" erst mal verteidigend: "Wasn los? Den haste doch grad eben erst angemacht." Ich: "Ja, ich weiß!" – Hände vors Gesicht schlagen. Der Prüfer unterbricht meine Schauspielkünste in seiner irgendwie trägen Art: "Na gut, können wir ja auch nachher noch gucken, wo der angeht; fahren wir erst mal los!" Daraufhin legte ich erst mal meine Hände flach auf meine Oberschenkel und atmete ruhig: "Uiuiuiuiui." Ein Satz, den ich an diesem Tag noch häufiger sagen sollte. Bevor mir irgendwer Druck machen konnte, habe ich mal in den Raum gefragt, ob denn auch alle angeschnallt seien – man weiß ja schließlich nie, wie die Prüfer drauf sind; es ist ja Pflicht des Fahrzeugführers, sicherzustellen, dass alle im Fahrzeug befindlichen Personen dieRückhaltevorrichtungen Gurte angelegt haben. Und dann bin ich losgekrochen. War ja schließlich Parkplatz. Gewissermaßen in letzter Sekunde habe ich noch das Abblendlicht angemacht und bin dann nach den Anweisungen des Prüfers gefahren. Im Grunde genommen habe ich jeden Augenblick damit gerechnet, dass ich irgendwas falsch mache – zu schnell fahre, meinen Fahrstreifen verlasse, auf den Bordstein fahre, den Sicherungsblick vergesse, irgendwelche gelben Ampeln nehme, obwohl ich noch hätte bremsen können… Der Möglichkeiten hätte es viele gegeben!!!
In einer kleinen Straße mit unwahrscheinlich dämlichen Straßenbelag habe ich dann das zweifelhafte Vergnügen gehabt, rückwärts längs (also im Straßenverlauf) einparken zu dürfen. Ich bin nicht am Auto vorbeigefahren, der Abstand zum Auto war gut, die Mitte des großen hinteren Fensters habe ich mit dem Ende des Autos getroffen, hinter das ich einparken sollte, ich habe fleißig abgesichert, dass auch ja niemand von mir behindert wird, bin fein reingefahren, hab auf die fünfundvierzig Grad zum Bordstein gewartet, habe gerade gelenkt und dann kam diese eklatante Sache mit dem Türgriff, der den Bordstein berühren sollte. Wer das nicht weiß: Bei mir hat der Türgriff nur in einer einzigen Fahrstunde den Bordstein zum richtigen Zeitpunkt berührt. Und da hatte mein Fahrlehrer den extra für mich noch mal umgestellt. Und dann muss ich ja voll einlenken. Ich hab das so irgendwie nach grober Schätzung gemacht. Was dann auch zur Folge hatte, dass ich mindestens einen halben Meter (richtig wären 30 Zentimeter) vom Bordstein weg stand. Leerlauf. Handbremse. Prüfer: "Und so würden Sie jetzt stehen bleiben?" Natürlich nicht! Das würde sogar Balu sehen, dass ich schon fast auf der Fahrbahn geparkt habe! Und dann hat der Trottel Michael noch in dieser Parklücke versucht, zu korrigieren (hinter mir hatte ich ja auch noch ein Auto). Ui, so was Dummes kann einem doch gar nicht einfallen! Na ja. Ich habs trotzdem probiert bis mein Fahrlehrer mich fragte, warum ich nicht einfach wieder rausfahre und es noch mal versuche. Tolle Idee. Ich fahre also wieder raus und da meinte der Prüfer dann auch schon: "Fahren wir erst mal weiter." Etwas überrascht, aber schon ziemlich froh bin ich dann weitergefahren.
Später sollte ich dann auf einem Parkplatz einparken. Diesmal allerdings quer. Und alles super. Ohne Scheiß: Michael fährt langsam da rum, hat anderthalb Meter Abstand zu den Autos, fährt so, dass er im Grunde genommen sofort einlenken muss, haut sich in die Parklücke rein, lenkt rechtzeitig wieder gerade, guckt immer fein nach hinten und in den rechten Außenspiegel, fährt weit genug in die Parklücke rein. Leerlauf. Handbremse. Prüfer macht sich auf der Rückbank eine Notiz in seinen Unterlagen. "Gut, dann verlassen wir den Parkplatz wieder." Zeit schinden! schreit es in meinem Gehirn und statt dass ich links aus der Parklücke rausfahre und dann wieder links fahre (wo ich ja erst hergekommen bin), fahre ich rechts aus der Parklücke raus und kriege dafür einen leicht überraschten Blick von meinem Fahrlehrer geschenkt: "Man kanns natürlich auch kompliziert machen, wenns auch einfach geht." Ich: "Jopp." Und dann habe ich halt eine Runde über den Parkplatz gedreht, was zeitmäßig kaum richtig ins Gewicht fiel, weil der Parkplatz nämlich nicht mal ansatzweise groß war.
Zurück im Straßenverkehr ging es dann darum, irgendwie eine Brücke hochzufahren und auf 70 zu beschleunigen. Fast oben hab ich es dann geschafft – warum auch immer – mit dem Gas einfach mal ins Leere zu treten (heißt: ich hatte die Kupplung noch (zumindest ein bisschen) getreten). Ich verzog das Gesicht, ahnte schon das Ende der Prüfung, entspannte mich allerdings wieder ein bisschen, als es auf der Rückbank ruhig blieb.
Während ich dies schreibe, fällt mir ein, dass es gut sein könnte, dass diese Angelegenheit mit dem Ins-Leere-Treten wohl direkt vor dem Parkplatz kam und nicht danach.
Und dann war da noch die Kurve, wo ich (schon wieder!) fast einen Fahrstreifenwechsel gemacht hätte – der Tod, wenn es um Prüfungen geht! Ich habs aber noch so ungefähr gemerkt. Aber trotzdem war ich zeitweise auf zwei Fahrstreifen drauf. Na ja. Es blieb wieder still auf der Rückbank.
Irgendwann hatte ich mal auf die Uhr geschaut und festgestellt, dass es erst 9.14 Uhr war. Ich wär fast gestorben beim Gedanken daran, dass ich noch eine halbe Stunde ausharren müsste.
Blahblah. Dann ging es irgendwann daran, wieder die Dekra anzusteuern, eine dreiviertel Stunde war noch nicht rum und ich dachte mir, der Prüfer wollte es spannend machen oder sich selbst schützen, frei nach dem Motto: Jetzt nur nicht den Jungen während der Fahrt verunsichern, am Ende macht er noch richtige Scheiße, sagen wir es ihm erst, wenn wir wieder bei der Dekra sind! Und dann bin ich da hinten wo hingeparkt und war verwirrt von den Parkanweisungen und dann sollt ich noch mal den Heckscheibenwischer vorführen und an einer Ampel, bei der das Beobachten des potenziellen Gegenverkehres sehr wichtig ist, wenn man nicht als Erster da steht (was bei mir der Fall war) (ich hab übrigens alles richtig gemacht), hatte ich Überlegungen angestellt, man könnte ja den Hebel da auch reindrücken… Ob ich es wohl hinkriege, das mal zu machen und es ganz zufällig aussehen zu lassen? Finger nach dem Hebel ausstrecken. Ist ja doch ganz schön weit weg. Da muss man sich schon fast so blöd anstellen wie ich, um den versehentlich zu betätigen. Also hab ich das dann gelassen. Und nach dem Hinweis meines Fahrlehrers "Dann spiel doch da maln bisschen rum!" hab ich dat Dingen da rinjedrückt und fertig war.
Eine halbe Stunde Horror pur. Der Prüfer saß hinten, hat irgendwas geschrieben, ich habe eine Unterschrift geben müssen, wusste nicht so recht, was jetzt war. Zögerliche-unsicheres Nachfragen: "Wars das jetzt?" Antwort meines Fahrlehrers: "Nüh klar." Ich war total verwirrt. Eine halbe Stunde Horror pur und dann hielt ich dieses kleine Kärtchen in der Hand, das ich vor Prüfungsbeginn schon in den Unterlagen des Prüfers gesehen habe: Mein Führerschein. Ich konnte es gar nicht so richtig fassen. Dann war irgendwie der Prüfer weg, ich sollte auf den Beifahrersitz, wurde zu meinem gewünschten Ziel von meinem Fahrlehrer gefahren und konnte es immer noch nicht fassen. Aber ich hatte dieses kleine Ding in der Hand und da stand auch eindeutig "02.10.07" drauf. Ich habe es überstanden. Uiuiuiuiui. In der Einschätzung des Prüfers – von der ich kaum mehr was weiß – gabs dann gute Kritik. Es hieß, ich fahre ein bisschen verträumt und über mein Lenkverhalten – oh Wunder! – hat er auch etwas gesagt.
Zugegebenermaßen liegen bei so was ja Vergleiche immer nahe. Ich möchte diese Prüfung mal mit meinem Abitur-Kram vergleichen.
Zum Thema aufregung: Man kann für ein oder zwei Fächer im Abitur nichts gelernt haben, sich vor der Prüfung denken "Ach, das wird schon irgendwie…" und trotzdem 13 und 14 Punkte schreiben. Auch das mündliche Abitur kann man einfach so unbeschwert machen. Aber diese olle Fahrprüfung… Man hat alles erst beigebracht bekommen, musste sich nur an diese ollen und starren Abläufe erinnern und nach ihnen handeln und alles is super. Aber eine scheiß Angst hatte ich. Vorm Abitur war ich nervös. Vor der Fahrprüfung hatte ich schon ziemlich große Angst. Vermutlich auch des finanziellen Verlustes wegen. Aber dennoch…
Und dahingegen zum Thema Freude: Man kann mit ungewissen aber alles in allem recht positiven Gefühlen den Ergebnissen seiner schriftlichen Abiturprüfungen entgegensehen, aber nur etwas Angst haben, in Mathe nicht in die Nachprüfung zu müssen, denkt sich aber dennoch: Die zwei Punkte werde ich doch wohl geschafft haben! Dann hält man diesen Zettel in der Hand, freut sich erst mal wie bescheuert über die 14 Punkte in Deutsch, wie blöde über die 13 Punkte in Englisch und erleichtert über die 11 Punkte in Bio. Sieht dann auf Mathe, stellt fest, dass man 2 Punkte geschafft hat, vergewissert sich noch mal und sieht, dass auf dem Zettel nicht von Ergänzungsprüfungen steht, und freut sich wie bescheuert darüber, dass man bei nächster Gelegenheit zu seinem Freund fahren kann, was des Lernens wegen nicht möglich gewesen wäre, wenn man in eine Nachprüfung gemusst hätte. Freude und Erleichterung. Und nach der Fahrprüfung? Ich war ja quasi völlig weggetreten. Geistige Absenz. Freude? Ein bisschen. Endlich eine dauerhafte Belastung des Kontos ausgemerzt. Und sonst? Stolz. Ja. Aber nur ein bisschen. Aus einem Grund, den ich im Gespräch mit meiner lieben Schwester einmal schön in ein anderes Licht gestellt habe:
Micha: Hast du an mich gedacht?Und das stimmt so. Ich habe wirklich einige Sachen gemacht, die man als guter Fahrer nicht machen sollte und bei einem anderen Prüfer wäre ich nicht durchgekommen. Die Clara hatte mir vorher ja schon gesagt, dass sie mir den Herrn F. als Prüfer wünscht, der ließe jeden durch außer die Swantje. Warum auch immer. Und glücklicherweise hatte ich dann auch den Herrn F. als Prüfer. Beim "Einfahren" vor der Prüfung stand ein Fahrschulauto an einer Kreuzung, aus dem gerade der Chef der Fahrschule ausgestiegen ist. Da meinte mein Fahrlehrer dann: "Da ist wohl eine Prüfung vorzeitig beendet worden." Auf dem Weg zur Dekra haben wir dann noch darüber gesprochen, was das denn für Folgen hat, wenn die Prüfung vorzeitig beendet ist und ob man dann nicht noch zumindest bis zur Dekra selber fahren kann und so weiter. Und als wir gerade auf das Gelände der Dekra fuhren, meinte mein Fahrlehrer dann: "Das bedeutet natürlich für dich, dass deine Prüfung etwas früher beginnt." Ich hab erst mal geschluckt und ein gequältes "Schön" von mir gegeben. Hui, beim Einfahren hab ich es sogar geschafft, irgendwas Doofes zu machen, sodass mein Fahrlehrer mich bremsen und ins Lenkrad greifen musste. Kommen wir doch aber zum Prüfungsgeschehen:
Marcel: Ja.
Micha: Davon hab ich aber nich viel gemerkt.
Marcel: Wieso?
Micha: Weil ich gefahren bin wie inner vierten Fahrstunde!
Marcel (ein bisschen schockiert): Und was heißt das jetzt?
Micha: Na ja… Ich hatte nen netten Prüfer von daher – Ich hab meinen Führerschein!
Nachdem der Prüfer ins Auto eingestiegen ist, sich vorgestellt, sein Geld in Empfang und meinen Personalausweis in Augenschein genommen hat, versuchte ich mal ein bisschen locker zu werden und Konversation zu betreiben:
Micha: Wie lang dauert so eine Prüfung eigentlich noch mal?Und dann wollte der Mann doch tatsächlich schon loslegen. Mein Fahrlehrer saß noch nicht im Auto, kam gerade erst mal aus dem Gebäude der Dekra raus, da baute der Herr F. wie beiläufig ins Gespräch ein: "Denn machen Sie doch bitte mal den Heckscheibenwischer an."
Herr F.: Es gibt Prüfungen, die sind schon nach fünf Minuten zu Ende…
Micha: <verhaltenlach>
Herr F.: Ich hatte auch schon mal ne Prüfung, die ging über zwei Stunden…
Micha: Hmmm? Wie das denn?
Herr F.: Da sind wir Autobahn gefahren und steckten im Stau.
Micha: <zurkenntnisnehm> Und was is so der Regelfall?
Herr F.: Noahr, fünfundvierzig Minuten.
Micha: Aha.
Ich sags euch: Ich hab echt mit jeder Scheiße gerechnet! Ich habe mir gemerkt, was die Daten zur Bereifung im Fahrzeugbrief bedeuten und habe in der Einfahrstunde meinem Fahrlehrer noch mal schön gesagt, wie man die Betriebsbremse überprüft… Und der Typ wollte von mir sehen, wie ich den Scheibenwischer hinten anmache!!! Ich war echt überrumpelt. Ich hab dann erst mal einen auf total überfordert gemacht und mittlerweile saß auch mein Fahrlehrer schon mit drin und hat mich gefragt, was los sei, als er sah, wie ich etwas planlos am rechten Hebel da rumfummelte und guckte. Vorher die Zwischenfrage des Prüfers: "Die Aufgabe haben Sie verstanden, ja?" Nervöses "Hmmm" als Bestätigung von mir. Mein Fahrlehrer meinte auf meinen verpeilten Hinweis "Heckscheibenwischer anmachen" erst mal verteidigend: "Wasn los? Den haste doch grad eben erst angemacht." Ich: "Ja, ich weiß!" – Hände vors Gesicht schlagen. Der Prüfer unterbricht meine Schauspielkünste in seiner irgendwie trägen Art: "Na gut, können wir ja auch nachher noch gucken, wo der angeht; fahren wir erst mal los!" Daraufhin legte ich erst mal meine Hände flach auf meine Oberschenkel und atmete ruhig: "Uiuiuiuiui." Ein Satz, den ich an diesem Tag noch häufiger sagen sollte. Bevor mir irgendwer Druck machen konnte, habe ich mal in den Raum gefragt, ob denn auch alle angeschnallt seien – man weiß ja schließlich nie, wie die Prüfer drauf sind; es ist ja Pflicht des Fahrzeugführers, sicherzustellen, dass alle im Fahrzeug befindlichen Personen die
In einer kleinen Straße mit unwahrscheinlich dämlichen Straßenbelag habe ich dann das zweifelhafte Vergnügen gehabt, rückwärts längs (also im Straßenverlauf) einparken zu dürfen. Ich bin nicht am Auto vorbeigefahren, der Abstand zum Auto war gut, die Mitte des großen hinteren Fensters habe ich mit dem Ende des Autos getroffen, hinter das ich einparken sollte, ich habe fleißig abgesichert, dass auch ja niemand von mir behindert wird, bin fein reingefahren, hab auf die fünfundvierzig Grad zum Bordstein gewartet, habe gerade gelenkt und dann kam diese eklatante Sache mit dem Türgriff, der den Bordstein berühren sollte. Wer das nicht weiß: Bei mir hat der Türgriff nur in einer einzigen Fahrstunde den Bordstein zum richtigen Zeitpunkt berührt. Und da hatte mein Fahrlehrer den extra für mich noch mal umgestellt. Und dann muss ich ja voll einlenken. Ich hab das so irgendwie nach grober Schätzung gemacht. Was dann auch zur Folge hatte, dass ich mindestens einen halben Meter (richtig wären 30 Zentimeter) vom Bordstein weg stand. Leerlauf. Handbremse. Prüfer: "Und so würden Sie jetzt stehen bleiben?" Natürlich nicht! Das würde sogar Balu sehen, dass ich schon fast auf der Fahrbahn geparkt habe! Und dann hat der Trottel Michael noch in dieser Parklücke versucht, zu korrigieren (hinter mir hatte ich ja auch noch ein Auto). Ui, so was Dummes kann einem doch gar nicht einfallen! Na ja. Ich habs trotzdem probiert bis mein Fahrlehrer mich fragte, warum ich nicht einfach wieder rausfahre und es noch mal versuche. Tolle Idee. Ich fahre also wieder raus und da meinte der Prüfer dann auch schon: "Fahren wir erst mal weiter." Etwas überrascht, aber schon ziemlich froh bin ich dann weitergefahren.
Später sollte ich dann auf einem Parkplatz einparken. Diesmal allerdings quer. Und alles super. Ohne Scheiß: Michael fährt langsam da rum, hat anderthalb Meter Abstand zu den Autos, fährt so, dass er im Grunde genommen sofort einlenken muss, haut sich in die Parklücke rein, lenkt rechtzeitig wieder gerade, guckt immer fein nach hinten und in den rechten Außenspiegel, fährt weit genug in die Parklücke rein. Leerlauf. Handbremse. Prüfer macht sich auf der Rückbank eine Notiz in seinen Unterlagen. "Gut, dann verlassen wir den Parkplatz wieder." Zeit schinden! schreit es in meinem Gehirn und statt dass ich links aus der Parklücke rausfahre und dann wieder links fahre (wo ich ja erst hergekommen bin), fahre ich rechts aus der Parklücke raus und kriege dafür einen leicht überraschten Blick von meinem Fahrlehrer geschenkt: "Man kanns natürlich auch kompliziert machen, wenns auch einfach geht." Ich: "Jopp." Und dann habe ich halt eine Runde über den Parkplatz gedreht, was zeitmäßig kaum richtig ins Gewicht fiel, weil der Parkplatz nämlich nicht mal ansatzweise groß war.
Zurück im Straßenverkehr ging es dann darum, irgendwie eine Brücke hochzufahren und auf 70 zu beschleunigen. Fast oben hab ich es dann geschafft – warum auch immer – mit dem Gas einfach mal ins Leere zu treten (heißt: ich hatte die Kupplung noch (zumindest ein bisschen) getreten). Ich verzog das Gesicht, ahnte schon das Ende der Prüfung, entspannte mich allerdings wieder ein bisschen, als es auf der Rückbank ruhig blieb.
Während ich dies schreibe, fällt mir ein, dass es gut sein könnte, dass diese Angelegenheit mit dem Ins-Leere-Treten wohl direkt vor dem Parkplatz kam und nicht danach.
Und dann war da noch die Kurve, wo ich (schon wieder!) fast einen Fahrstreifenwechsel gemacht hätte – der Tod, wenn es um Prüfungen geht! Ich habs aber noch so ungefähr gemerkt. Aber trotzdem war ich zeitweise auf zwei Fahrstreifen drauf. Na ja. Es blieb wieder still auf der Rückbank.
Irgendwann hatte ich mal auf die Uhr geschaut und festgestellt, dass es erst 9.14 Uhr war. Ich wär fast gestorben beim Gedanken daran, dass ich noch eine halbe Stunde ausharren müsste.
Blahblah. Dann ging es irgendwann daran, wieder die Dekra anzusteuern, eine dreiviertel Stunde war noch nicht rum und ich dachte mir, der Prüfer wollte es spannend machen oder sich selbst schützen, frei nach dem Motto: Jetzt nur nicht den Jungen während der Fahrt verunsichern, am Ende macht er noch richtige Scheiße, sagen wir es ihm erst, wenn wir wieder bei der Dekra sind! Und dann bin ich da hinten wo hingeparkt und war verwirrt von den Parkanweisungen und dann sollt ich noch mal den Heckscheibenwischer vorführen und an einer Ampel, bei der das Beobachten des potenziellen Gegenverkehres sehr wichtig ist, wenn man nicht als Erster da steht (was bei mir der Fall war) (ich hab übrigens alles richtig gemacht), hatte ich Überlegungen angestellt, man könnte ja den Hebel da auch reindrücken… Ob ich es wohl hinkriege, das mal zu machen und es ganz zufällig aussehen zu lassen? Finger nach dem Hebel ausstrecken. Ist ja doch ganz schön weit weg. Da muss man sich schon fast so blöd anstellen wie ich, um den versehentlich zu betätigen. Also hab ich das dann gelassen. Und nach dem Hinweis meines Fahrlehrers "Dann spiel doch da maln bisschen rum!" hab ich dat Dingen da rinjedrückt und fertig war.
Eine halbe Stunde Horror pur. Der Prüfer saß hinten, hat irgendwas geschrieben, ich habe eine Unterschrift geben müssen, wusste nicht so recht, was jetzt war. Zögerliche-unsicheres Nachfragen: "Wars das jetzt?" Antwort meines Fahrlehrers: "Nüh klar." Ich war total verwirrt. Eine halbe Stunde Horror pur und dann hielt ich dieses kleine Kärtchen in der Hand, das ich vor Prüfungsbeginn schon in den Unterlagen des Prüfers gesehen habe: Mein Führerschein. Ich konnte es gar nicht so richtig fassen. Dann war irgendwie der Prüfer weg, ich sollte auf den Beifahrersitz, wurde zu meinem gewünschten Ziel von meinem Fahrlehrer gefahren und konnte es immer noch nicht fassen. Aber ich hatte dieses kleine Ding in der Hand und da stand auch eindeutig "02.10.07" drauf. Ich habe es überstanden. Uiuiuiuiui. In der Einschätzung des Prüfers – von der ich kaum mehr was weiß – gabs dann gute Kritik. Es hieß, ich fahre ein bisschen verträumt und über mein Lenkverhalten – oh Wunder! – hat er auch etwas gesagt.
Zugegebenermaßen liegen bei so was ja Vergleiche immer nahe. Ich möchte diese Prüfung mal mit meinem Abitur-Kram vergleichen.
Zum Thema aufregung: Man kann für ein oder zwei Fächer im Abitur nichts gelernt haben, sich vor der Prüfung denken "Ach, das wird schon irgendwie…" und trotzdem 13 und 14 Punkte schreiben. Auch das mündliche Abitur kann man einfach so unbeschwert machen. Aber diese olle Fahrprüfung… Man hat alles erst beigebracht bekommen, musste sich nur an diese ollen und starren Abläufe erinnern und nach ihnen handeln und alles is super. Aber eine scheiß Angst hatte ich. Vorm Abitur war ich nervös. Vor der Fahrprüfung hatte ich schon ziemlich große Angst. Vermutlich auch des finanziellen Verlustes wegen. Aber dennoch…
Und dahingegen zum Thema Freude: Man kann mit ungewissen aber alles in allem recht positiven Gefühlen den Ergebnissen seiner schriftlichen Abiturprüfungen entgegensehen, aber nur etwas Angst haben, in Mathe nicht in die Nachprüfung zu müssen, denkt sich aber dennoch: Die zwei Punkte werde ich doch wohl geschafft haben! Dann hält man diesen Zettel in der Hand, freut sich erst mal wie bescheuert über die 14 Punkte in Deutsch, wie blöde über die 13 Punkte in Englisch und erleichtert über die 11 Punkte in Bio. Sieht dann auf Mathe, stellt fest, dass man 2 Punkte geschafft hat, vergewissert sich noch mal und sieht, dass auf dem Zettel nicht von Ergänzungsprüfungen steht, und freut sich wie bescheuert darüber, dass man bei nächster Gelegenheit zu seinem Freund fahren kann, was des Lernens wegen nicht möglich gewesen wäre, wenn man in eine Nachprüfung gemusst hätte. Freude und Erleichterung. Und nach der Fahrprüfung? Ich war ja quasi völlig weggetreten. Geistige Absenz. Freude? Ein bisschen. Endlich eine dauerhafte Belastung des Kontos ausgemerzt. Und sonst? Stolz. Ja. Aber nur ein bisschen. Aus einem Grund, den ich im Gespräch mit meiner lieben Schwester einmal schön in ein anderes Licht gestellt habe:
Sie: Du wirst dann derjenige in unserer Familie sein, der die meisten Fahrstunden gebraucht hat.
Ich: Joar, mag sein. Dafür werde ich derjenige in unserer Familie sein, der als Führerschein-Neuling die meiste Fahrerfahrung hat.
2007-10-01
Vorstellungsgespräch
Ja, ich habe es heute doch tatsächlich noch hinbekommen, mir für den Freitag auch noch ein Vorstellungsgespräch in Berlin zu organisieren. Also ungefähr volles Programm: Donnerstag in einer Werbeagentur und Freitag bei so was wie einem Callcenter. Und irgendwie sind die Leute alle gar nicht so schlimm. Ich hab da immer so große Angst vor, irgendwo anzurufen und dann isses doch letztendlich alles ganz einfach und ungezwungen und nett. Verrückte Welt.
Überraschung!
Ja, in der Tat hat es unser lieber André geschafft, mich heute positiv zu überraschen. Ich glaube, es handelt sich bei dieser E-Mail um etwas, das der hoch21-Flo als Unverhofftpost bezeichnen würde. Mein eigentlich lang schon vergessener Kommentar zu seinem Post damals hat sich offenbar in seinem Gehirn festgebrannt. Qualität, die so groß angekündigt wird, bleibt offensichtlich hängen. Johar. Und jetzt habe ich schon das zweite Buch, das in Rohform vorliegt, und dass es gilt, intensiver zu betrachten. Und ich habe jetzt gerade mal ein bisschen durch Andrés über einhundert Seiten gelesen und muss sagen, dass es ziemlich gut ist. Aber mehr verrate ich nicht. Ist ja schließlich potenzielle Schweigepflichtverletzung. Hihi. Dabei fällt mir ein, dass ich mich noch mal mit Dominik auseinandersetzen müsste, wie wir denn jetzt mit seinem großen Werk verfahren wollen.
Hat sonst noch wer ein Buch geschrieben, das er ordentlich lektoriert bekommen möchte – und das zu einem vernünftigen Preis?
Hat sonst noch wer ein Buch geschrieben, das er ordentlich lektoriert bekommen möchte – und das zu einem vernünftigen Preis?
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