Ich brauche jetzt irgendwie The Streets. Ich schiebe das letzte Album (The Hardest Way To Make An Easy Living) in meinen Lapotp, das ich außerdem auch noch im Original vorliegen habe. Und was höre ich da? Pranging Out. I'm about to doooooo something stupid. Und wer hätte das gedacht, dass dieser Mike Skinner schon vor Ewigkeiten wusste, was ich nun – im ungefähr ziemlich angetrunkenen Zustand – machen wollte? Ja, ich bin auch gerade so ziemlich dabei, etwas Dummes zu tun. Vielleicht im positiven, vielleicht im negativen Sinne. Ich weiß es nicht. Scheiße. Es ist viel zu spät zum Schreiben, ich bin viel zu angetrunken zum Schreiben, The Streets sind nicht unbedingt der beste Einfluss zum Schreiben und irgendwie … Ich weiß auch nicht. It's the war of the sexes … Lalala. Eigentlich ein ziemlich blödes Lied. Also lieber The Hardest Way To Make An Easy Living weil mir das Gepfeife so gut gefällt. Und was wollte ich Blödes schreiben? Ich könnte es euch einfach so sagen. Aber ich bin viel zu sehr in Spiellaune. Vielleicht. Ich weiß es gar nicht mal so sehr. Was weiß denn ich? Ich weiß zum Beispiel, dass ich heute scheiße depressiv war. Ich könnte sagen, warum; mache es aber nicht. Ich finde übrigens, dass die Welt in Blogs viel zu wenige Semikolonse gebraucht. Und überhaupt: Was ist der verdammte Plural von Semikolon? Semikolata? Semikolons? Das jedenfalls streicht mir mein OpenOffice.org nicht an. Na wenigstens etwas. Jäi. Jedenfalls war ich heute entsetzlich depressiv. Ich bin aus der Universität gekommen und fühlte mich so kacke nachdem ich so dies und das besprach und las … Ich legte mich hin, schlief eine oder zwei Stunden und hinterher war es auch nicht wirklich besser. Dennoch ging ich zu Stef und wurde dort von Stef und Phil empfangen. Und Felix war auch da. Und vermutlich werde ich nach Never Went To Church nur noch ein Lied dieses Albums hören und dann auf The Kooks umsteigen. Jenes Album (Inside In/Inside Out), welches ich ebenfalls im Original vorliegen habe. Ach nein. Das Lied, was ich gern noch hören wollte, das gibts ja gar nicht auf dem Album. Also werden die Kooks wohl gleich kommen. Was allerdings hat mich heute so depressiv gemacht? Interessiert das jemanden? Ich könnte es sagen. Denn im Vergleich zu sonst immer – so würde ich zumindest behaupten wollen – gibt es dieses Mal einen ziemlich konkreten Auslöser. Aber ich frage mich, ob den zum einen meine allgemeine Leserschaft wissen muss und zum anderen frage ich mich, was die Person, die es betrifft, davon denken würde, schriebe ich es hier … Album-Wechsel! Egal. Irgendwie ziemlich verworren, was ich hier mitten in der Nacht schreibe. Aber meine geneigte Leserschaft möge es bitte als Kunst verstehen. Alle anderen können mich mal am Arsch lecken. Da fällt mir ein, dass ich mal über dieses Album der Kooks eine Rezension für NEON-Online schrieb. Kaum beachtet. Im Gegensatz zu der Rezension über Cluesos Weit Weg weil ich etwas ganz Oberflächlich-Provokantes schrieb. Aber egal. Ursprünlich wollte ich ja auch Clueso hören, aber irgendwie hielt mich die große Auswahl und das plötzliche Inderhandhalten von The Hardest Way und so weiter davon ab. Und da fand ich halt The Streets viel angebrachter. Und nach dem Album der Kooks sehne ich mich ja ohnehin immer, wenn ich dieses neue Lied von ihnen höre. Aber das passiert ja auch sonst nur auf Arbeit, wo ich jetzt schon seit ungefähr einer Woche nicht mehr war. Na ja. Möge der Hund einen riesengroßen Haufen drauf setzen. Vorhin stand ich übrigens mit einer mir vollkommen unbekannten alumnierten Architekturstudentin auf einer leicht hügeligen Wiese an der U-Bahn-Station Sankt-Quirin-Platz und begutachtete, streichelte, kommentierte zwei kleine Igelchen, die sich so drollig und großstadterfahren nicht dazu hinreißen ließen, sich zu einer stacheligen Igel-Kuller zu machen. Aber egal. Wir unterhielten uns über Gott und die Welt und dass ich ja jetzt auch mit studieren anfange und dass sie (passenderweise) im Dirndl sich lieber keine Erkältung holen wollte, weshalb sie dann wohl doch lieber nach Hause ging. Und ich wollte auch unbedingt gern nach Hause, weil … ich habe mich auf einmal ganz schön kacke gefühlt. Wenn die Leute einen nur lassen, dann fängt man an, sich Gedanken zu machen. Und dann ist aber die Kacke ganz schön am Dampfen. Und hätte man mich gelassen, dann wäre ich nach Hause gelaufen. Vom Sendlinger Tor aus! Und die Kooks nerven mich gerade ganz schön an. Ich schaue mal, ob ich nicht noch was Tolleres auf Lager hab. Jäi! Attack, Decay, Sustain, Release wollte ich schon heute Nachmittag seit langer Zeit mal wieder hören. War aber zu faul, meine ExtFetz anzuschließen, weshalb es dann letztendlich doch nur beim Wunsch geblieben ist. Und nun also passend zur Uhrzeit: Sleep Deprivation. Jäi. Zu viel Kursiv in diesem Text. Zu wenige Absätze. Moment. Absätze? SdHd! Aber was solls? Dafür haben wir alle ein tolles Leben und ich bin noch nicht mal dazu gekommen, das zu schreiben, was ich mir vorhin eigentlich überlegt hatte. Es ging in etwa so: Sagte ich jederzeit, was mir in den Sinn kommt, in ebenso eloquenter Art und Weise, wie ich es schriebe, und brächte ich überdies einen angemessenen Mut und mehr Persönlichkeit auf, so müsste ich wohl viel weniger leiden. Ende der Veranstaltung. Was hat es aber damit auf sich? Würde ich einfach sagen, was ich wirklich empfinde, hätte ich einfach nicht so eine scheiß Angst davor, enttäuscht und zurückgewiesen zu werden, so müsste ich diesen ganzen Scheiß nicht schreiben. Dabei fällt mir ein, dass ich vorhin im Pimpernel für einen meiner Begleiter einen (mir vollkommen unbekannten) Typen nach einer Zigarette fragte und dieser meinte, er habe nur Schnupftabak. Und als dieser dann (obwohl ich mehrfach ablehnte!) weiß(!!!) auf meiner Hand erschien, fragte ich noch mal konkreter nach und meinte, dass es sich schon um eine außergewöhnlich komische Farbe für Tabak handele und er faselte irgendwas von Speed und Koks daher und ich forderte ihn auf, das Zeug selbst wegzuschniefen, denn irgendwie will man ja auch nicht unhöflich sein und das Zeug, für das der Idiot bezahlt hatte, wegschmeißen. Er verneinte und so machte ich (vollkommen unbeabsichtig, versteht sich) eine blöderweise total ungeschickte Handbewegung und weg war das Gelumpe. Ebenso wie ich. Also ich mache ja echt viel mit. Aber für solche Scheiße bin ich sehr strikt nicht zu haben. Und das meine ich vollkommen ernst. Herrgott. Jedenfalls hat es sich heute so ergeben, dass ich so dies und das zu lesen bekam, mich so diese und jene Person nicht wirklich aufbauen und trösten konnte, der Verfasser dessen, was ich zu lesen bekam, zwar meinte, mich (ebenfalls) lieb zu haben (was – auf das ebenfalls bezogen – meinerseits ja nur die halbe Wahrheit war und ist, wenn man meine Situation bedenkt), mich damit aber ebenfalls eher weniger erheitern konnte. Zumindest aber Gewissheit bekam ich. Und dadurch, dass ich heute da mitgegangen bin, habe ich eine Menge Alkohol (von wessen Geld eigentlich???) und Informationen und drei neue Bekanntschaften (die zwei Igel zähle ich nicht mit) mitbekommen und konnte zumindest ein bisschen verdrängen. Aber dann … DANN! DANN war ich unbeschäftigt und ich begann, meine höchsteigene Situation zu reflektieren. Sobald irgendetwas mit Reflektieren und Beli in einer etwas labilen Verfassung zu tun hat, sollte man hellhörig werden! Ich machte Experimente mit meiner Umwelt, von denen meine Umwelt nichts wusste und am Ende behielt ich Recht und dass ich Recht behielt ist in solch selbstreflektierten Situationen nicht wirklich gut, denn die Selbstreflexion ist in allen Fällen (eigentlich zumindest oftmals) recht negativ. Zumindest versuchte ich hier und da ein guter Freund zu sein, obwohl ich mir schon wieder beschissene Vorwürfe mache, es am Ende doch wieder alles verkackt zu haben. Herrgott … Und zur Verabschiedung gab ich dem DJ noch die Hand, sagte ihm, es habe mit ihm Spaß gemacht und log ihn somit schon ein bisschen an, weshalb ich aber mitnichten ein schlechtes Gewissen habe. Und das, wo ich sonst nicht so der Lügner bin. Eher im Gegenteil! Ich bin jemand, der oft einfach darauf achtet, Lügen zu vermeiden und die Wahrheit so verpackt, dass sie zumindest nicht gelogen ist oder halt einfach wie eine Lüge klingt. Jetzt wisst ihr auch dieses Geheimnis. Da ich allerdings ohnehin nicht davon ausgehe, dass irgendwer bis hierhin gelesen haben wird, kann mir das auch so ziemlich egal sein. Und nebenbei geben mir Simian Mobile Disco, die man auf jeden Fall mal live gesehen haben sollte, wenn man ihre Musik geil findet, Texte ein, die etwas mit Brüsten und Säure zu tun haben. Jäi. Und ich habe mir noch nicht mal die Zähne geputzt. Und morgen sollte ich wohl wirklich … Moment! Ich verharmlose! Eigentlich singen sie von Titten und Säure! Nicht von Brüsten! Das konnte ich ja unmöglich so stehen lassen. Und meine vehemente Ablehung dieser Candy-Club-im-Feierwerk-Veranstaltung morgen, die Stef und Phil und Felix wohl besuchen werden, konnte keiner der drei Erwähnten nachvollziehen. Ich bin gegen so etwas ohne jemals da gewesen zu sein. Und warum? Weil ich mir nicht alles geben muss. Ich … I Believe. So siehts halt einfach aus. Aber was will man machen. Schön übrigens, wenn Menschen, die mich das erste Mal treffen, meinen, mich besser zu kennen als ich selbst. Aber da diese Personen wohl sowieso keine Ahnung hätten, was damit gemeint sei, wenn sie dies hier überhaupt läsen, belasse ich es halt einfach bei dieser klitzekleinen mitten im Text stehenden Randbemerkung. Und Phil telefonierte heute mit meiner (kleinen) und dachte, es handele sich um Stefs (große, nehme ich doch mal stark an) Schwester. Das war schon irgendwie lustig. Und meine kleine Schwester fand es auch amüsant. Amü-Sand. Nicht sinnvoll, aber dafür Hotdog im Hintergrund. Und man kann ja echt nicht von mir verlangen, das sich um diese Zeit (mittlerweile 3.45 Uhr) noch irgendwelche kreativen Höchstleistungen erbringe. Übrigens: Alles erstunken und erlogen und nebenbei Wooden, was ich persönlich wundervoll finde. Am Wort wundervoll hängt sich ja meine Kollegin immer so sehr auf. Na ja. Soll sie halt. Kann ich dann ja nichts dafür. Den genauen Grund dafür nannte sie mir zwar noch nie, aber der kann mir auch egal sein, denn ich habe mir überlegt, dass jemand, der mich nicht mag, im Endeffekt mir überhaupt ganzheitlich egal sein kann. Da fällt mir übrigens noch jemand ein, der mich aufgrund von politischem Desinteresse (WAS ZUR HÖLLE INTERESSIEREN MICH NAMEN?) von seinen Freunden löschte? So langsam finde ich wirklich, dass ich keinen Bedarf sehe, mir diese Scheiße weiterhin bieten zu lassen. Und so langsam sind Konsequenzen mehr als nur angebracht. Denn eigentlich fickt mich dieses ewige Hin und ewigere Her absolut an und es geht mir total auf den Sack. Man verzeihe mein Klatschianisch außerordentlich umganssprachliches Vokabular, aber wenn mich Dinge (wenn auch nicht äußerlich sichtbar) aufregen, dann regen sie mich nun mal auf. Und das halt in Wort und Schrift. Gute Nacht.