2009-03-05

Buchausschnitt

Der Nachbar hatte keine Kinder, […] aber er hatte einen großen Labrador namens Waldemar. […] Ich fragte, ob er glaube, dass Hunde denken können, und er war sich ganz sicher. Er erzählte, er könne Waldemar an den Augen und am Schwanz ansehen, ob er träumte oder nur schlief. Aber dann träumt er sicher nur von Knochen oder Hundekuchen, wandte ich ein, vielleicht träumt er auch von Hündinnen, aber ich glaube nicht, dass ein Hund zum Beispiel eine ganze Theatervorstellung träumen kann. […] Er erzählte, dass er regelmäßig mit Waldemar spazierengehen müsse, damit der nicht auf den Wohnzimmerboden pisse, aber er brauche tatsächlich nicht zu befürchten, Waldemar könne plötzlich mit den Sofakissen Puppentheater aufführen oder Donald-Bilder an die Wände malen, zum Glück.
Jostein Gaarder: Der Geschichtenverkäufer

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