Ankommen
Jedenfalls habe ich jetzt hier ein Zimmer voller Kisten und mit einem Bett, das nicht mir gehört und einem Schrank, der nicht mir gehört und einer Katja, die nicht mir gehört und bald eh wieder in die große weite Welt reisen wird und so weiter und so weiter. Heute jedenfalls zogen Wun (alias N. P. W. L.) und Katja und ich nach Pizza in großer Runde mit meinem neuen Mitbewohner und dessen Nachhilfeschüler und ein paar Bier noch mal Richtung Innenstadt, wo wir uns in der Peripherie des Glockenbachviertels einen Döner genehmigten (Mein Magen danke.) und das Pimpernel aufsuchten, wo wir noch ein Bier genossen. Dann verabschiedeten wir uns von Wun und fuhren wieder nach Hause.
Werde ich die nächste Zeit nutzen, hier in der neuen Wohnung richtig anzukommen? Ich glaube nicht: Das alte Zimmer muss auf Vordermann gebracht werden, die 500 Euro Studiengebühren sollten irgendwie keine Fehlinvestition werden und am Freitag tiggere ich erst mal in die alte Heimat nach Dessau um mal Hallo zu sagen und zu schauen, ob man mich denn vermisst und man nach mir gefragt hat. Wenn nicht, werde ich nach Berlin weiterreisen und mich in eine bunte Welt voller Party- und Alltagsdrogen stürzen, meinen Körper am Kurfürstendamm gegen ein kleines Taschengeld zur Schau stellen und eventuell mit dem einen oder anderen besser bezahlenden Gönner nach Hause gehen oder ihm auf sein Hotelzimmer folgen. Oder ich treffe einfach ein paar alte Freunde.
Jetzt verlangt allerdings das Bett, das nicht mir gehört, danach, dass ich ihm ein bisschen Liebe, ein bisschen Frieden schenke. Ergo: Gute Nacht.
Beli
P. S.: Mir gehts den Umständen entsprechend gut.

1 Kommentar:
Freitag nach Berlin? Aber doch hoffentlich mit Abstecher nach Weimar?
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