Jugendmedientage 2010 – Ich war dabei!
Als ich irgendwann wieder daheim war, fand ich über Twitter jemanden aus München, der ganz offensichtlich auch bei den Jugendmedientagen war. Wir schrieben ein bisschen hin und her und verabredeten uns für den nächsten Morgen in der U-Bahn. Ich rede vom @danielleicher, der am Vortag fehlinformiert wurde, denn als wir halb neun an der Berufsschule für Medienberufe ankamen, sagte man uns, alle Menschen seien schon weg, was uns trotz ein bisschen Hin und Her nicht weiter störte, denn wir sind ja ortskundig, weshalb wir uns selbstständig auf den Weg zu unseren Medieneinblicken machten, wohin sich ein paar Leute uns anschlossen, die ebenfalls Müll erzählt bekommen haben.
Mein Medieneinblick: Besuch beim Münchner Merkur, der ausgesprochen unterhaltsam und informativ war. Wir wurden mit einem Haufen Informationen zur Zeitung versorgt und durften einer Redaktionssitzung beiwohnen.
An den Besuch beim Merkur schloss sich ein organisatorisches Glanzstück an: Man sollte von der Innenstadt aus zur Messe rausfahren um sich dort fix ein Lunchpaket abzuholen, eventuell noch genüsslich zu essen und dann schnellstmöglich wieder um 14 Uhr an der BSM zu sein, wo dann Symposien anfangen sollten. "Eight Days A Week – Zwischen Schlafmangel und Höhenflug" war zwar vom Gesagten her recht interessant, lief aber irgendwie vollkommen am Thema vorbei, was sehr leicht fiel, denn das war ja über alle Maßen schwammig formuliert. Das sich anschließende Symposium passierte ohne mich, weil ich mein Mobiltelefon an einen Laptop anschließen musste, weil der Akku leer war. Dann gab es wieder etwas zu essen und um 19 Uhr begannen dann die ersten Workshops, zu denen man sich im Voraus hatte anmelden müssen – die sogenannten Intensivworkshops.
Das Freihafen-Sonderausgaben-Projekt mit dem immerhin zutreffenden Titel "24 Hours" war mein Ziel. Hier sollte innerhalb von 24 Stunden eine Sonderausgabe des Hamburger Jugendmagazins Freihafen entstehen. Immerhin war ein Thema, die Zeit und der Seitenumfang vorgegeben. Alles andere mussten die knapp 20 Teilnehmer in aller Schnelle nach einer kleinen Kennenlernrunde konzipieren, besprechen, gut finden, verwerfen, ausarbeiten und in eine gewisse Anzahl von Artikeln verwandeln. Nach der Artikelvergabe wurde dann weiter konzipiert, besprochen, gut gefunden und verworfen. Für mich galt es, mit einer anderen Münchnerin einen Beitrag über die Außenwirkung Münchens zu schreiben, was mich dann auch noch eine ganze Weile wachgehalten hat, denn ich befragte insgesamt acht Leute zu den zwei Statements "München - Hauptstadt mit Herz" und "München - Hauptstadt der Arroganz". Führte jedenfalls dazu, dass ich halb drei Uhr nachts noch die SMS vernommen habe, die mir verkündete, dass mir 2500 Zeichen zur Verfügung stünden. Also uns beiden zusammen 5000. Führte dann übrigens auch noch dazu, dass ich von der Kulturnacht nur noch den Zauberer mitbekommen habe, bevor ich das Feld räumen musste um noch Recherchen anzustellen.
Am nächsten Morgen wachte ich vollkommen übernächtigt auf und freute mich schon sehr auf ein kleines Frühstück an der BSM und die Möglichkeit, sich ein bisschen mit Kaffee, dafür aber umso ausgiebiger mit einem Energiegetränk bei Laune zu halten und sich vor Müdigkeit zu schützen. Dank Red Bull als Sponsor gab es nämlich auf den JMT2010 insgesamt 6000 Dosen dieses Getränks, was ich auch so gar nicht geizig meinem Körper zuführte. Zum Beispiel beim Erzählcafé "Talk of the Town – Verändere deine Stadt!", was von Uwe Vetterick abgehalten wurde und interessante Informationen über Lokaljournalismus lieferte. Dann schrieben wir an unserem Freihafen-Artikel, der letzten Endes sogar sehr pünktlich fertig geworden ist und als einer der ersten seine Freigabe bekommen hat. Ich war schon ein bisschen stolz und bin es immer noch, denn wir bekamen auch ein Lob von der Freihafen-Chefredaktion. Olé! Ich werde mir mal noch überlegen müssen, was ich von dem Gedanken halte, den Artikel hier auch zu veröffentlichen…
Irgendwann gabs dann noch Abendessen und dann gings auch schon los zur JMTParty, die im Oberanger-Theater stattfand. Und da ich wieder und immer noch mit dem Daniel unterwegs und wir auch beide nach wie vor ortskundig waren, beschwerten wir uns über die geniale Koordination der Fahrt in die Innenstadt und holten uns am Marienplatz erst mal ein Bier zum halben Oberanger-Preis. Die Party war ganz nett und unterhaltsam, endete für mich allerdings zu früh, weil da schon wieder Auftraggeber was von mir wollten, was dann doch irgendwie so endete, dass ich viel zu spät ins Bett gekommen bin, weshalb ich dann am nächsten Morgen einen Programmpunkt verschlief.
Das klingt vielleicht alles nach ein bisschen wenig, aber ich muss sagen, dass ich ich eigentlich wirklich so gar nicht gelangweilt habe, weil man sich jederzeit mit netten und freundlichen Menschen unterhalten konnte, die aus ganz Deutschland (und sogar der Schweiz) angereist waren. Ich fand alles sehr interessant und aufregend, glaube allerdings nicht, dass es mich nächstes Jahr nach Stuttgart zu den JMT2011 verschlagen wird. Aber das wird sich dann alles zeigen…

2 Kommentare:
Klingt nach einem ausgefüllten und vor allem interessanten Wochenende...
Oh ja, das war es. Sehr ausgefüllt und sehr interessant. Und trotzdem ist der Spaß nicht zu kurz gekommen :-)
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